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TSG Ehingen
Ehingen / Helen Weible  Uhr

Da war ordentlich was los auf dem Kunst- und Naturrasenplatz der TSG Ehingen. Zwei Mal 30 Jungs (darunter auch ein Mädchen) traten beim Sichtungstraining der B- und C-Junioren gegen den Ball. Die neuen Coaches sorgten dafür, dass ordentlich Zug dahinter steckte.

Der Vater der Fußball-Zwillinge Sandro und Selina Koch beobachtete das Geschehen mit Genugtuung. „Die beiden fühlen sich hier wohl, sie haben ja vergangene Saison schon bei den C2-Junioren mitgespielt. Das mit Ehingen war eine bewusste Entscheidung. Hier gibt es einfach einen klasse Zusammenhalt“, sagt Koch. Seine Talente haben schon mehrere Vereine kennengelernt, zuletzt spielten sie für die SG Mettenberg. Jetzt sind sie motiviert, mit Ehingen auf Landesstaffel-Niveau mitzumischen.

„Das passt ganz gut“

Betreut werden die Jahrgänge 2005 und 2006 der C-Junioren von zwei erfahrenen Trainern. Zum einen ist das Mohsen Younis, der seit vielen Jahren mit Herzblut bei der TSG Ehingen arbeitet und mit genau dieser Leidenschaft sein neues Engagement angeht. „Es war nicht einfach, einen Trainer zu finden, da  die meisten nach fertigen Mannschaften verlangen“, erklärt der 55-Jährige. Doch gerade das reize ihn ja bei den Jugendlichen; dass sie sich erst einmal zusammenfinden müssen, dass ein Trainer „eine Mannschaft formen kann.“ An seiner Seite hat er einen Fußball-Lehrer par excellence: der junge Simon Müller betreibt die Fußball-Schule „Soccerfabrik“ und ergänzt sich mit Younis hervorragend. „Das passt ganz gut“, bestätigt Younis mit einem sympathischen Lachen.

Gemeinsam werden sie zwei bis drei Einheiten pro Woche mit den Nachwuchsfußballern trainieren. Wie hoch das Niveau ist, wird von vielen Eltern unterschätzt. Stefan Scherb führte den letzten Jahrgang auf Platz sechs der Landesstaffel 4 zum Klassenerhalt. Das will das Duo Younis/Müller auch schaffen. Entgegen seiner Ankündigung, eine Pause einzulegen, wird Stefan Scherb 17 seiner älteren C-Junioren weiterhin bei den B-Junioren begleiten.

Das verriet der neue B-Junioren-Coach Tom Breymaier, der schon vergangene Saison bei der TSG gelandet wäre, wenn ihm nicht das Studium dazwischen gekommen wäre. „Ich hatte Matthias Zok, mit dem ich schon in Neu-Ulm zusammen trainiert habe, mein okay gegeben. Dann habe ich gemerkt, dass ich den Trainerjob nicht zu 100 Prozent hätte erledigen können. Das kam für mich nicht infrage“, sagt der 26-jährige Breymaier, der inzwischen das Mechatronik-Studium abgeschlossen und auch eine Trainer-C-Lizenz abgelegt hat.

Trainertätigkeit als Ausgleich

Der ehemalige Spieler der TSG Rottenacker hat nach zwei Kreuzbandrissen seine Aktivenkarriere an den Nagel gehängt und sieht die Trainertätigkeit „als Ausgleich“. „Die Verbandsstaffel ist eine Herausforderung, ich bin hochmotiviert.“ Was sein Vorgänger Zok den Jungs beigebracht hat, sei viel wert. Die andere Hälfte der Spieler kennt den künftigen Co-Trainer Scherb sehr gut, der eine gewisse Zeit nach dem Vorbereitungsstart am 19. August wieder miteinsteigt.

Bei den drei Trainingseinheiten pro Woche soll keiner geschont werden, schließlich gilt es wie im Vorjahr, den Klassenerhalt fix zu machen. „Es wird wieder schwierig“, meint Breymaier, „mit Laupheim und Zimmern sind zwei starke Aufsteiger dazugestoßen. Sich höhere Ziele als den Klassenerhalt zu stecken, wäre vermessen.“ Dennoch, gibt Breymaier zu, habe er den Ehrgeiz, die Jungs ins Mittelfeld zu führen. Im Juli bereits hat er mit der U 17 ein Vorbereitungsspiel in Betzingen geplant. Ins Feintuning geht es dann bei den Tests am 24., 25. und 31. August. Da bei einem großen Kader mit 31 Jungs nicht alle zum Zuge kommen, wird über eine „B2“ nachgedacht. Beeindruckend auf jeden Fall, wie der Jugendfußball bei der TSG floriert.

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