Urspring / Helen Weible

Feinsten Basketball gibt es am heutigen Samstag und morgigen Sonntag in der nach Ralph Junge getauften Sporthalle in Urspring zu sehen. Denn alle Mannschaften von der Oberliga, über die JBBL bis zur NBBL spielen am Wochenende in ihrem „Wohnzimmer“. Wer dann immer noch nicht genug von Korbjagden hat, kann sich das ProA-Spiel am Sonntagabend anschauen.

Am Samstag spielt die Oberliga-Auswahl der TuS Urspringschule gegen die TSG Heilbronn. Die Gäste sind Fünfter mit nur zwei Punkten weniger als die Gastgeber. Es riecht also nach einem Schlagabtausch auf Augenhöhe. In der NBBL U19 trifft am nächsten Tag (Tipoff 12.30 Uhr) das Team Urspring auf den Tabellenführer IBA München und hat alles andere als eine einfache Aufgabe. Die Hauptrunde ist im Prinzip gelaufen. Für die Internatsschüler um Trainer Krists Plendiskis geht es jetzt um einen akzeptablen Abschied in die Playdowns, die die unteren vier Teams bestreiten. Aktuell ist das Team Urspring Sechster und könnte diese Platzierung auch nach dem Hauptrundenabschluss gegen Tübingen inne haben.

Bonn komplett gegenteilig

Höhepunkt dieses Jugend-Basketball-Wochenendes ist sicherlich der Playoffs-Auftakt der JBBL. Das Team Urspring um Coach Oliver Heptner geht „voller Tatendrang“ in dieses erste Spiel gegen das Team Bonn/Rhöndorf – und will selbstverständlich daheim einen Erfolg feiern. Der Gegner wurde gründlich studiert, der Trainer hat einiges an Hintergrundinformationen gesammelt. Letztlich zeichnen sich die Gäste aus dem Ruhrgebiet durch einen völlig anderen Spielstil aus wie das, was das Team Urspring bislang kannte und was dem Gegenteil der eigenen Spielweise entspricht. „Sie haben feste Laufwege, vieles läuft nach Schema F ab und die Verteidigung ist sehr passiv“, erklärt Heptner und fügt hinzu: „Im Fußball würde das heißen, der Gegner stellt sich hinten rein.“ Darum werden die Punkte in der Zone nicht so einfach zu erzielen sein. Fast alles läuft über den Point Guard Florian Meilands und den Flügel Linus Kahlscheuer, der die meisten Punkte erzielt. „Von diesen zwei Leistungsträgern lebt die Mannschaft“, erkennt Heptner, der davon ausgeht, dass sein etwas tiefer besetztes Team mit guter Konzentration keine Mühe haben wird.