Rottenacker / Maurice Glienke  Uhr
Endspurt in der Bezirksliga: Die TSG Rottenacker kann den Klassenerhalt perfekt machen, wenn sie Laiz besiegt und gleichzeitig Altheim in Krauchenwies reüssiert.

Wer am Ende in die Relegation zur Kreisliga A muss, das hängt alles voll und ganz von der SG Altheim ab. Denn in den letzten beiden Partien tritt die Altheimer Mannschaft von (Noch)-Trainer Joachim Oliveira erst beim 14. der Tabelle, dem FC Krauchenwies, und zum Abschluss gegen die ein Rang besser platzierte TSG Rottenacker an. Also zwei Gegner, die sich beide in akuter Abstiegsgefahr befinden.

Zehn Tage hatte die SGA nun, um sich nach dem gesicherten Klassenerhalt auf die letzten Spiele vorzubereiten. Noch nie konnte Krauchenwies gegen die Hochsträß-Elf einen Sieg landen. Bleibt das auch im vierten Anlauf so, rückt der direkte Klassenerhalt in weite Ferne. Die Serie von sechs Partien ohne Niederlage in Folge wurde zuletzt vom SV Uttenweiler jäh gestoppt. Nach einer 2:0-Führung gab die SGA den Sieg noch aus der Hand. „Man hatte gemerkt, dass die Kraft nachließ und die Beine müder wurden. Umso gelegener kam für uns die Pause“, sagte Oliveira.

Pokalsieg und jetzt?

Deutlich brisanter sieht die Lage für die TSG Rottenacker aus. Auch wenn der Pokalsieg jetzt Extraschwung verliehen hat. Und auch trotz des unerwarteten Punktgewinns gegen Tabellenführer FV Bad Schussenried. „Wir haben gegen keines der Topteams in der Rückrunde verloren, aber die Punkte eben wo anders liegen gelassen“, sagte Timm Walter. Dabei soll es keine Rolle spielen, dass der 32-Jährige erneut mit dünner Personaldecke durch drei Englische Wochen in Folge musste. Denn mit dem FC Laiz kommt ein Gegner, der längst abgeschrieben war.

Vier Siege in Folge brachten dem Team in seiner zwölften Bezirksliga-Spielzeit jetzt eine kleine Chance auf den Ligaverbleib. Zu verdanken ist das Stürmer Anton Sachnüger, der in den letzten vier Partien sechs Mal einnetzte. „Laiz wird mit großer Euphorie kommen“, schätzt TSG-Pressewart Uwe Schneider.

Die TSG Ehingen darf gegen den SV Hohentengen  keinesfalls verlieren. Ansonsten werden die Chancen schwindend gering auf den Meistertitel sein. Um Rang zwei allerdings macht sich Trainer Roland Schlecker kaum mehr Sorgen. Der SV Uttenweiler ist zu weit entfernt. „Unser Blick geht nur nach oben. Wir wollen unser Ziel Aufstieg erreichen“, erklärte der TSG-Coach.

Ob das große Endspiel gegen den nur sieben Tore besseren FV Bad Schussenried sein letztes Spiel mit großer Party und Aufstieg wird, oder es noch in die Relegation geht, entscheidet sich erst eine Woche später. Doch auch jetzt schon soll der Sieg im Heimspiel den Grundstein legen. Dabei ist es aus Schleckers Sicht egal, wie der Konkurrent um Platz eins beim SC Blönried abschneidet. „Wir wollen unsere Aufgabe erledigen, alles andere spielt keine Rolle“.

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Abschiedsspiel für Roland Schlecker

Trainerfrage „In welcher Liga wir in der kommenden Saison spielen, ist kein Kriterium für einen neuen Trainer“, sagte Michael Schleicher, Abteilungsleiter des Fußball-Bezirksligisten TSG Ehingen zur noch ungeklärten Nachfolge von Roland Schlecker. Sein Vertrag endet am 30. Juni, an dem Tag, an welchem die TSG ihr Highlight gegen Zweitliga-Topclub FC Heidenheim bestreitet. „In Absprache mit dem neuen Trainer wird entschieden, wer bei diesem Spiel auf der Bank Platz nehmen wird. Es ist ein toller Abschied für Roland“, so Schleicher. mgl