Einwurf Helen Weible zur gesamtsportlichen Situation in Ehingen Ende gut, fast alles gut

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Autorenfoto © Foto: Könneke Volkmar
Helen Weible 13.06.2018

Bevor sich alle in den Fußball-WM-Ausnahmezustand begeben, sei an dieser Stelle zusammengefasst, wo man in der Spitzensportstadt Ehingen im Halbjahr 2018 zufrieden einen Haken
setzen kann.

Zunächst sind doch zwei grandiose Klassenerhalte zu nennen. Der eine hat wahrscheinlich genau so viel Begeisterung wie Kopfschütteln ausgelöst. Basketball 2. Bundesliga ProA, nein doch ProB, und doch wieder ProA? Das Team Ehingen Urspring bleibt jedenfalls zweitklassig. Und dank eines schlecht getimeten Rückzugs einer Kölner Topmannschaft kam es zu einer höchst seltenen Nachkorrektur der ProA-Tabelle. Rein  sportlich war es auch eine höchst haarige Saison. Mit Geradeso-die-Kurve-Kriegen und Siegen; die Retter aus der Basketball-Schmuckschatulle hießen Devon Moore und Cha Cha Zazai.

Die kommende ProA-Saison wird höchstwahrscheinlich noch härter. Mit einem Mini-Etat müssen wieder möglichst potentiell gute Spieler eingekauft werden, und eine Mannschaft zusammengestellt werden, die konkurrenzfähig ist. Es wird sich zeigen, ob der Klassenerhalt ein Gewinn für alle ist: Die JVG-Halle müsste voll werden. Wenigstens ein paar mehr Siege müssten gefeiert werden. Und am Ende der Klassenerhalt zweifellos aus eigener Kraft geschafft werden.

Ende gut, alles gut gilt vor allem für den Fußball-Verbandsligisten SSV Ehingen-Süd, der mit dem Klassenerhalt Geschichte schrieb. Denn da stimmte einfach alles beim Eindruck im Hinter- und Vordergrund: Gute Trainer, ein verschworener Haufen mit viel Teamgeist und das ganze Drum-Herum in Kirchbierlingen. Da kann man nur sagen: Weiter so!

Während beim Fußball-
(Ex)-Landesligisten TSG Ehingen eben nur fast alles gut gewesen ist. Da gab es zu viele Baustellen. Anspruch und Wirklichkeit klaffen offenbar weit auseinander beim Ehinger Fußball-Klub. Ein paar gute Einzel-Spieler auf Landesliga-
Niveau versuchten den Rest der Truppe mitzureißen. Was einfach nicht funktioniert, wenn keine Mannschaft vorhanden ist, in der jeder für jeden einspringt. Und beim Thema Trainer muss man vielleicht fragen, ob diese Liga nicht eine Nummer zu groß gewesen ist.

Es läuft im Fußball und im Basketball-Zirkus. Aber was ist mit Handball? Hier kann der Blick nur nach vorne zum Handball-Mega-Event im August gehen. Wer wird sich da in Sachen Spitzensport denn so tummeln in der Längenfeldhalle? Nur noch vier Teams, nur noch die Hälfte davon internationale Crème de la Crème? Auch beim Sparkassen-Cup muss man beweisen, dass mit den Änderungen zumindest ein gutes Ende folgt.

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