In zwei fair gesetzten Durchgängen wurden am Samstag auf harter und griffiger Piste die Sieger in den Klassen U14 (Jahrgänge 1999 und 2000), sowie U16 (Jahrgänge 1998 und 1997) ermittelt. Mit als Favorit in der Klasse U14 galt trotz der Konkurrenz von Läufern des Allgäuer-, des Westdeutschen- und sogar des Bayerischen Skiverbands der für die Skizunft Ehingen startende Moritz Fetscher aus Allmendingen.

Der derzeit auf Rang fünf der deutschen U14-Rangliste stehende Urspringschüler zeigte bereits im ersten Durchgang sein Ausnahmetalent, als er vom Start weg alles auf eine Karte setzte, voll auf Angriff fuhr und sich artistisch aus zwei heiklen Situationen rettete. Mit Laufbestzeit setzte er sich an die Spitze des U14er Feldes vor Marvin Landtaler von der SBZ Bad Waldsee und Patrick Bauer vom SC Kressbronn. Im Feld aller Rennläufer bedeutet dies bereits nach dem ersten Durchgang den fünften Rang.

Sein Bruder Felix hatte Pech: Ihm ging schon am dritten Tor die Skibindung auf, was kurz nach dem Start das Ende aller Träume bedeutete.

Die Familienehre rettete Moritz: Ein kontrollierter Lauf hätte dem Allmendinger zum Sieg in seiner Klasse gereicht, doch mit Elan stürzte sich Moritz in den Hang und fuhr mit erneut klarer Laufbestzeit zum Sieg in seiner Altersklasse. Am Ende bedeutete dies den sensationellen dritten Gesamtrang aller männlichen Starter hinter Anton Grammel vom SC Kressbronn und dem Allgäuer Fabian Hinz vom SC Maierhöfen, die aber zwei Jahre älter als Moritz Fetscher sind.

An den Rhonenliften in Zöblen/Tannheimer Tal war die Rekordzahl von 167 Rennläufern am Start des Riesenslaloms, der allen Unkenrufen zum Trotz bei traumhaften Bedingungen ausgetragen wurde. Für den Schwäbischen Skiverband übernahm der Alpinclub Ulm unter Chef Thomas Reulein die Organisation.

Der für den gestrigen Sonntag angesetzte Slalom musste aber wegen schwerer Sturmböen abgesagt werden, weil die Sesselbahn nicht in Betrieb genommen werden konnte.

Da Mitte Januar in Zöblen die baden-württembergischen Schülermeisterschaften anstehen, gibt es an Weihnachten keine größere Ruhepause für die beiden Fetscher-Buben. Am 26. Dezember geht es mit der privaten Trainingsgemeinschaft unter dem Neu-Ulmer Erfolgstrainer Moritz Göttfert in ein fünftägiges Trainingslager nach Fendels.