Tennis-Württembergliga Ehingen unterliegt Geroksruhe 4:5

Akrobatisch anmutender Einsatz beim Einser-Doppel vor einem gut besuchten Tennis-Sportheim beim  TC Ehingen.
Akrobatisch anmutender Einsatz beim Einser-Doppel vor einem gut besuchten Tennis-Sportheim beim TC Ehingen. © Foto: Emmenlauer
Ehingen / Helen Weible 18.06.2018

Die Tennis-Herren des TC Ehingen sind mit einer 4:5-Niederlage gegen die STG Geroksruhe in die Württembergliga-Saison gestartet. „Ärgerlich, dass es so knapp war. Wir mussten uns absolut nicht verstecken und haben gutes Tennis geboten“, sagte Cheftrainer und Spieler Jiri Heinisch.

Wie erhofft statteten gute 100 Zuschauer dem heimischen TC beim historischen ersten Aufschlag in der Württembergliga einen Besuch ab. Und die Doppel zum Auftakt boten auch die entsprechende Unterhaltung. Das Dreier-Doppel auf dem hintersten Platz aus Sicht des Sportheims brachte nach knapp einer Stunde den ersten Punkt für den Heimverein. Jiri Heinisch und TC-Neuzugang Christopher Waite hatten kein Problem gegen Domagoj Dugandzic und Helge Knuth. Mit 6:0, 6:1 war der erste Käse gegessen. Den zweiten im Zweier-Doppel hätte man aber ebenso gerne verspeist. Neuzugang Markus Bartosch mit Petar Trendafilov an seiner Seite lieferten sich einen erbitterten Kampf bis ins Match-Tiebreak. Den ersten Satz hatte das Duo mit 6:4 für sich entschieden. Doch nach einem guten Start in den zweiten Durchgang hatten sich auch die Gäste warm gespielt. Mit 2:6 war dieser Satz einfach weg. Im Tie­break durften die Zuschauer lange Ballwechsel genießen. Beim 5:5 war noch alles offen. Dann unterliefen dem Ehinger Doppel Volleyfehler und mit 6:10 war die knappe Niederlage besiegelt.

Bärenstarke Argentinier

Im Einser-Doppel spielte Maximilian Boewer-Stelter an der Seite von Karel Vesecky. Sie hatten es mit den beiden Argentiniern Adriano Quinti und Tomas Lipovsek Puches zu tun. Undankbare Netzroller bei beidseitig hoch umkämpften Ballwechseln waren hier zu beobachten – mit dem besseren Ende für die Gäste. 3:6, 4:6 und der zweite Punkt war weg.„Es waren eigentlich nicht zu starke Gegner“, sagte der Sendener Markus Bartosch, doch es hatte nicht sollen sein. Mit einem 1:2-Rückstand gingen die Heimspieler nach einer Stärkung mit Nudeln und Bananen in die Einzel.

LK-1-Akteur Maximilian Boewer-Stelter hatte gegen Dugandzic überhaupt keine Mühe. Fast hätte er seinen Gegner mit einer Brille weggeputzt (6:1, 6:0). Ähnliches Bild bei Jiri Heinisch. Den ersten Satz spazierte er gegen den schwächeren Kontrahenten Knuth durch, dann hatte er zu beißen und musste sich auf seinen wuchtigen Aufschlag verlassen (6:1, 6:3). Mit Quinti bekam Bartosch eine echt harte Nuss vorgesetzt. Doch beim 1:6, 3:6 blieb er nicht chancenlos und lieferte sich mit seinem Gegenüber traumhafte Ballwechsel. Da Petar Trendafilov ganz rasch gegen Nico Hadeler verlor (1:6,0:6), lagen die Hoffnungen bei Karel Vesecky und Christopher Waite. Im Fernsehen lief live auf Sky das MercedesCup-Finale in Stuttgart, das Roger Federer gegen Milos Raonic für sich entschied. Parallel dazu kämpften die Ehinger um die letzten zwei Punkte.

Gegen Tomas Lipovsek Puches musste Vesecky mit allen Mitteln ankämpfen, aber beim 3:6, 0:6 waren alle Anstrengungen vergebens. Christopher Waite setzte sich mit 6;3,7:6 gegen Nico Gaiser durch, doch Geroksruhe triumphierte am Ende. „Wir haben gesehen, wie es geht. Jetzt heißt es nächstes Wochenende wieder Gas geben“, bilanzierte Heinisch optimistisch.

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