Fußball Ehingen spielt gegen Rottenacker 1:1

Der Tabellenzweite TSG Ehingen versuchte es oft über Stürmer Valentin Gombold (Mitte), den die TSG Rottenacker (in schwarz) jedoch kontrollieren konnte.

Maurice Glienke
Gehaltener Foulelfmeter, umstrittene Abseitstore – beim Derby am Samstagabend im Ehinger Stadion war was los. Mit dem Resultat, dem 1:1, ist nur Rottenacker zufrieden.

Für die einen waren es zwei verlorene Punkte in Sachen Meisterschaft, für die anderen ein gewonnener im Kampf um den Abstieg. Dabei hielt das Bezirksliga-Derby zwischen der TSG Ehingen und der TSG Rottenacker trotz des 1:1-Unentschiedens alles bereit, was man sich von dem Lokalkampf versprochen hatte.

Die Anfangsphase gehörte klar den Gastgebern, die immer wieder mit langen Bällen auf den kräftigen Angreifer Valentin Gombold spielten. Lange Zeit blieb das ohne Erfolg, bis nach 20 Minuten Gombold im Strafraum beim Zweikampf mit Matthias Burgmaier  zu Boden ging. Überraschend zeigte der oftmals überforderte Schiedsrichter Karl Vollmer (SRG Wangen) auf den Elfmeterpunkt.

TSG-Torhüter war „überragender Mann“

Den folgenden Strafstoß von Marc Steudle hielt TSG-Torhüter Patrick Brunner, in den Nachschuss warf er sich ebenfalls und wehrte diesen mit dem Gesicht ab. „Er war der überragende Mann und die Situation der Weckruf für meine Mannschaft“, sagte Trainer Timm Walter. Bis dahin war offensiv nur wenig von Rottenacker zu sehen. Danach aber spielten sie häufiger ihre Schnelligkeit aus. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld wurde wie so oft in dieser Phase mit einem taktischen Foul der Konter unterbunden. Der Freistoß aber wurde schnell ausgeführt und nach Kombination mit Daniel Meier schloss Jannik Sachpazidis aus 20 Metern trocken ab und erzielte die 1:0-Führung (37.). „Es war unser Plan, tief zu stehen und dann unsere Geschwindigkeit mit den Kontern auszuspielen“, sagte Walter. Von den Ehingern kam danach nur wenig. Lediglich Gombold versuchte es aus der Distanz.

Ganz anders das Bild nach dem Seitenwechsel. Hier brachte unter anderem Paolo Soumpalas Schwung ins Ehinger Spiel. Der Tabellenzweite drückte den Gegner tief in die eigene Hälfte. Nach vielen abgewehrten Bällen, bei denen vor allem der erst 18-jährige Nihat Yigit gegen Gombold ein starkes Spiel machte, flog ein geklärter Ball vor die Füße von Marc Steudle, der aus 18 Meter in den Winkel zum 1:1-Ausgleich traf (63.).

Cini muss vom Platz

Nur zwei Minuten später scheiterte Steudle an der Latte. „In dieser Phase hätten wir nachlegen müssen, wir waren klar am Drücker“, sagte Ehingens Trainer Roland Schlecker. Es dauerte ein wenig, bis sich die Mannschaft von Timm Walter erholte und wieder offensiv besser ins Spiel fand. Dauerregen prasselte nun in dieses intensive Derby. Etwas zu forsch ging der mit Gelb verwarnte Ismail Cini ran – und wurde vom Platz gestellt (71.). „Der Platzverweis war entscheidend, er hat Rottenacker wieder besser ins Spiel gebracht“, konstatierte Schlecker. In der Folge spielten sie die Überzahl auch besser aus. Aber zwei fragwürdige Abseitstore (76., 79.) gab der Unparteiische nicht und bei einem Lattenkracher von Daniel Meier (81.) hatte Rottenacker Pech. „Für uns ist es ein Zusatzpunkt. Was meine Mannschaft gegen ein individuell deutlich besseres Team kämpferisch geleistet hat, war unglaublich stark“, lobte Timm Walter. Ehingens Trainer Roland Schlecker hingegen war mit dem Ergebnis nicht zufrieden. „Für uns sind es vor allem zwei verlorene Punkte“.

Die SG Altheim erledigte die Pflichtaufgabe gegen Schlusslicht SV Sigmaringen mit 6:1 souverän. In einem fairen Spiel hielt Sigmaringen 30 Minuten mit, ehe das Team angesichts des 1:3-Rückstands resignierte und letztlich wenig Gegenwehr leistete. Johannes Rech hatte per Kopf die SGA in Führung gebracht (18.). Einen Foulelfmeter verwandelte Sigmaringens Daniel Deli zum 1:1-Ausgleich (24.). Rech, von Sandro Oliveira per Flanke bedient, köpfte zum 2:1 (28.) und Oliveira selbst spielte den Torwart zum 3:1 (39.) aus. Einen Pass in die Tiefe verwertete Andreas Kottmann zum 4:1 (65.) und bugsierte den Ball per Kopf zum 5:1 (73.) ins Eckige. Der für Sandro Oliveira eingewechselte Christan Schrade hatte schön geflankt. Daniel Eberhardt setzte mit seinem Treffer den Schlusspunkt (88.).

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