Tischtennis Die Sportstadt begrüßt die Stars

Erstes Training des TTC Liebherr Ochsenhausen in der Ehinger JVG-Halle: Neuzugang Stefan Fegerl, Trainer Dmitrij Mazunov und Bence Majoris (TSV Bad Könighofen) schauen Jakub Dyjas und Simon Gauzy an der Plattte zu (jeweils von links).
Erstes Training des TTC Liebherr Ochsenhausen in der Ehinger JVG-Halle: Neuzugang Stefan Fegerl, Trainer Dmitrij Mazunov und Bence Majoris (TSV Bad Könighofen) schauen Jakub Dyjas und Simon Gauzy an der Plattte zu (jeweils von links). © Foto: Emmenlauer
Ehingen / Helen Weible 15.08.2018
Am Wochenende steigt das erste Bundesliga-Spiel in der Halle am Vanotti-Gymnasium. Auch die Basketballer freuen sich über die neue Freundschaft mit den TTF Liebherr Ochsenhausen.

Manchmal kann ein Schicksalschlag etwas Schönes hervorbringen. So schätzt jedenfalls der Präsident der TTF Liebherr Ochsenhausen, Kristijan Pejinovic, die Situation ein. Seine Bundesliga-Mannschaft kann die ganze Saison in der von der Stadt bereit gestellten Halle beim Johann-Vanotti-Gymnasium spielen. Wegen eines Wasserschadens war die Dr.Hans-Liebherr-Halle in Ochsenhausen kurzfristig nicht zur Verfügung gestanden. „Es ist einzigartig, wie das mit den Terminen funktioniert hat“, sagt Pejinovic dankbar. Man habe nur zehn Tage Zeit gehabt, um den Spielplan auf die Hallenbelegung in Ehingen abzustimmen. Die Sportstadt macht ihrem Namen alle Ehre. Am Sonntag (15 Uhr) findet das erste Tischtennis-Bundesliga-Spiel statt: Ochsenhausen gegen Grünwettersbach.

Drmota knüpft Kontakt

Eine nicht unwesentliche Rolle spielte hierbei auch der Chef der Ehinger Zweitliga-Basketballer. Nico Drmota und Pejinovic trafen sich auf ein Bierchen. Der Manager der Steeples bot seine Hilfe an. Schnell war klar, dass beide die Liebe zum Sport sowie Nachwuchs-Projekte verbindet. „So haben wir zueinander gefunden“, sagt Pejinovic. Jedes Spiel sei ein Heimspiel, denn „wir bleiben in der Region“. Während der Schulferien kommt die Mannschaft um Kapitän Simon Gauzy und Trainer Dmitrij Mazunov auch zum Training in die JVG-Halle. Ansonsten wird wie gehabt im 40 Minuten Autofahrt entfernten Leistungszentrum der kleine Ball geschmettert. Wenn die „Ox-Boys“ ein Heimspiel haben, sind die Basketballer meist auswärts im Einsatz – und umgekehrt. „Wir werden füreinander Werbung machen“, kündigen Drmota und TTF-Projektmanager Manuel Pfender unisono an. Wenn es vor Weihnachten zu einem sogenannten „Double-Header“ kommt und freitags und sonntags Basketball und Tischtennis gespielt wird, dann könnten Dauerkarten-Inhaber profitieren.

Während bei den Basketballern im Schnitt knapp 800 Zuschauer in die vergangene Saison neu eingeweihte Halle kamen, wird die Ochsenhausener Marke von 440 Besuchern wohl nicht erreicht werden. Die Verantwortlichen der mit neuem Stier-Logo ausgestatteten Vereins gehen davon aus, dass die Leute „in einer sportbegeisterten Stadt“ Interesse zeigen werden.

Schließlich spielt die Mannschaft um den wertvollen Neuzugang Stefan Fegerl um den Meistertitel mit. Der Wiener wechselte vom Serienmeister Borussia Düsseldorf zum oberschwäbischen Traditionsklub und will helfen. „Hugo (Calderano Anm. d.Red.) und Simon traue ich zu, dass sie Timo Boll knacken können“, sagt Fegerl, dem Bolls Spielsystem nicht so liegt, wie er zugibt. Deutschlands bekanntester Tischtennis-Spieler kommt mit Borussia Düsseldorf am 28. Oktober in die JVG-Halle. Hier dürfte in Ehingen was los sein. Dann wird aufgestockt – auf 770 Plätze.

Tickets jetzt online günstiger kaufen

Der Dauerkartenverkauf und alle anderen Tickets gibt es online (zum günstigeren Preis wie an der Tageskasse) über den Ticketpartner Reservix, auch über swp.de oder ttfo.de. Einschließlich dem Pokalspiel am 7. September finden elf Spiele in der JVG-Halle statt. Das Pokalfinale steigt jedoch in der Ratiopharm-Arena. hel

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