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TSG Ehingen
Ehingen / Werner Gallbronner  Uhr

Den gefürchteten Laupheimer Angriff in Zaum gehalten, mit eigenen neuen Angriffsvariationen die Gäste überrascht: Die Handballer der TSG Ehingen hatten Ende Februar 1994 im Spitzenspiel der Bezirksliga gegen Tabellenführer Rot-Weiß Laupheim das richtige Rezept gefunden und mit einem 25:17 (13:8)-Erfolg einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht. Zu Beginn mit Schwierigkeiten, aber dann mit immer mehr Sicherheit setzten die Gastgeber den Spitzenreiter unter Druck. Anfangs der zweiten Halbzeit verkürzten die Laupheimer zwar nochmals auf 10:13, doch dann setzten die Ehinger zu einem furiosen Zwischenspurt an und führten vorentscheidend 20:12. Nach dem Sieg blieb Laupheim zwar Tabellenführer, hatte aber bereits zwei Spiele mehr ausgetragen und auch zwei Minuspunkte mehr auf dem Konto. Damit waren zu diesem Zeitpunkt der Saison – die TSG hatte noch fünf Spiele – die Ehinger die einzige Mannschaft, die aus eigener Kraft Meister werden konnte.

Auch für die anderen Handball-Mannschaften der TSG war es ein erfolgreiches Wochenende: Die TSG Ehingen 1b demontierte Söflingen mit einem 37:14 in der Kreisliga, die A-Jugend (Bezirksliga) gewann 25:13 in Gerhausen und die Frauen feierten beim 25:17 gegen Unterelchingen II den elften Sieg im elften Spiel in der Bezirksliga. Alle drei waren Tabellenführer.

Fußballer in der Warteschleife

Nachholspiele waren bei den Fußballern angesetzt. Der SC Lauterach unterlag beim FC Schelklingen-Alb 2:3 durch ein Tor in der Schlussminute, die SG Altheim kam beim FV Olympia Ehingen zum erwarteten 4:1-Erfolg. Während in der Kreisliga B gespielt wurde, fielen die Punktspiele in der Kreisliga A und der beiden Bezirksligisten TSG Ehingen und SSV Ehingen-Süd aus. Das nutzten die Mannschaften zum Testspiel gegeneinander auf dem Ehinger Hartplatz, das der SSV nach 0:1-Rückstand zur Pause noch 3:1 gewann. Innerhalb von drei Tagen testeten die SF Kirchen zweimal gegen den KSC Ehingen. Gewann der KSC die erste Begegnung 3:2, trug Kirchen im Rückspiel einen 3:2-Erfolg davon.

Mit einem 6:2-Sieg gegen Sindelfingen III und einer 2:6-Niederlage gegen Jungingen II beendeten die Badminton-Spieler ihre erste Landesliga-Saison auf Platz vier im Mittelfeld der Tabelle. Die Kegler des SC Nasgenstadt gewannen ihr letztes Heimspiel der Landesliga-Saison gegen die TSG Eislingen 4322:4282 und sicherten sich vor dem letzten Spieltag den Klassenerhalt. Überragende Spieler der Begegnung waren Ivan Zastrizni (919 Holz) und Winfried Kaus (891).

Erste Jugendtrainerin im Fußball-Bezirk

Einbruch in die Männer-Domäne: Martha Heckenberger vom SV Binzwangen hat vor 25 Jahren als erste Frau im Fußball-Bezirk Donau die Jugendtrainer-Lizenz erworben. Sie war auch die einzige Frau in dem dreiwöchigen Lehrgang an der WFV-Sportschule Nellingen-Ruit unter 13 Teilnehmern. Damit hat ihre Trainerinnen-Laufbahn aber nicht erst begonnen, sondern Martha Heckenberger hatte ihre Tätigkeit nur auf ein fachliches Fundament gestellt. Schon in der zweiten Saison betreute sie damals die F-Jugend des SV. Übrigens hatte sich die ganze Familie dem Fußball verschrieben: Ehemann Franz Heckenberger war Jugendleiter des Vereins, die drei Söhne kickten in der C-, D- und F-Jugend.