Basketball Blick nach oben nun gestattet

Seger Bonifant steigt zum Korb, erzielte insgesamt zehn Zähler beim Heimsieg gegen den FC Schalke 04.
Seger Bonifant steigt zum Korb, erzielte insgesamt zehn Zähler beim Heimsieg gegen den FC Schalke 04. © Foto: Emmenlauer
Ehingen / Von Maurice Glienke 04.02.2019

Jetzt scheint es endgültig geklärt. Auch wenn es durch die Tabellensituation in den vergangenen Wochen nur eine Frage der Zeit war. Durch den 88:76 (53:42)-Heimsieg über den FC Schalke 04 Basketball hat das Team Ehingen Urspring den Klassenerhalt in der 2. Basketball-Bundesliga ProA klar gemacht. Auf den ersten Abstiegsplatz beträgt der Vorsprung derzeit sechs Siege und der gewonnene direkte Vergleich. Somit müssten Hanau oder Baunach in den ausstehenden neun Partien sieben oder acht Siege mehr als die Steeples holen, während es dazwischen neun weitere Teams erwischen kann.

Das sah auch Ehingens Trainer Domenik Reinboth nach der Partie am Samstag so. „Es war ein ganz wichtiger Sieg für uns. Mit zwölf Siegen dürften wir jetzt mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun haben.“ Mit Platz fünf geht auch für die Steeples-Spieler vermehrt der Blick in Richtung Playoffs, nachdem das vorrangige Saisonziel nun erreicht ist. Denn nach den ersten 21 Partien bleibt festzuhalten: Diesem Ehinger Team ist noch so einiges zuzutrauen.

Zu Beginn spielten sich die Ehinger in einen Lauf, den Kevin Yebo zum 9:5 per Dreipunktewurf vollendete. Doch auch die Schalker waren aus der Distanz durch Patrick Carney zweimal erfolgreich. Durch gutes Passspiel überzeugten die Steeples in dieser Phase und bauten den Vorsprung auf 17:10 aus. Die Gäste kämpften und waren in Korbnähe erfolgreich. Immer wieder leisteten sich die Steeples unkonzentrierte Aktionen mit Ballverlusten, der Vorsprung (24:17) blieb gering. „Wir wollten die großen Spieler von Schalke mit Kevin Yebo als schnellem Spieler attackieren, das hat aber nicht immer so gut geklappt“, bemerkte Reinboth.

Aus der Viertelpause kam die Mannschaft aus dem Ruhrpott besser heraus. Durch einen 7:0-Lauf stand es kurz nach dem Beginn des zweiten Viertels schon 24:24. Doch dann gingen die Steeples wieder in Führung. Nach wichtigen Aktionen von Kevin Strangmeyer legten Seger Bonifant und RayShawn Simmons nach (34:28). Durch eine starke Phase an beiden Enden des Feldes setzten sich die Steeples allmählich ab und vergrößerten den Vorsprung auf zehn Zähler durch Tanner Leissner (47:37), der erneut ein starkes Spiel ablieferte. Durch zwei Dreier in Folge von Kevin Yebo ging es mit dem 53:42 in die Halbzeitpause.

Danach taten sich beide Teams minutenlang schwer. Beide Körbe schienen wie vernagelt, so dauerte es drei Minuten, bis erneut Leissner zum 57:42 erhöhte. Das 65:48 durch den Dunk von Kevin Yebo bedeutete dann die höchste Führung des Spiels. Schalke kämpfte sich nun durch acht Punkte in Folge wieder heran. „In dieser Phase sind wir aus dem Rhythmus gekommen und Schalke hat ins Spiel zurück gefunden“, sagte Domenik Reinboth. Aber seine Mannschaft fand die richtige Antwort darauf und traf die schweren Würfe in dieser Zeit. Das wiederum war auch der Grund, warum Schalkes Coach Raphael Wilder meinte: „Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass wir dieses Spiel noch drehen könnten.“

Im Schlussviertel gestatteten die Hausherren den Schaölkern zwar leichte Punkte unter dem Korb, aber wie so oft blieb man in der wichtigen Phase ohne Nerven. In der Schlussphase übernahm Kevin Yebo, der mit 27 Punkten und 13 Rebounds erneut das Team anführte, durch sechs Punkte an der Freiwurflinie und zwei verwandelte Dreier die Verantwortung. Eine abermals gute Teamleistung und eine gute Dreierquote sicherten den wichtigen Heimsieg. „Es war ein harter Kampfsieg für uns, der aber verdient war“, meinte Reinboth.

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