Die Ehinger Basketballer haben sich in Schwenningen deutlich verbessert präsentiert und knapp den zweiten Saisonsieg verpasst. 90 Sekunden vor der Schlusssirene hatten die Gäste Pech, als beim Dreierversuch von Kameron Hankerson der Ball schon in den Ring geschaut hatte, dann aber doch heraussprang. Mit einem Treffer hätte der Amerikaner sein Team auf 72:73 heranbringen können. Im Gegenzug traf Rytis Pipiras aus der Distanz zum 76:69 und sorgte damit für die Vorentscheidung.
Die Spieler von Domenik Reinboth konnten allerdings trotz der 73:79-Niederlage die Heimreise erhobenen Hauptes antretet. Denn das, was der Tabellenletzte bei den Panthers ablieferte, war um Längen besser als die zuletzt gezeigten Leistungen. Vor allem in der Defensive zeigte sich der Außenseiter deutlich verbessert. Das harte Abwehr-Training, das Reinboth seinem Team in der vergangenen Woche verordnet hatte, zeigte Wirkung.
Beim Playoff-Kandidaten setzte Reinboth zu Beginn auf Jack Pagenkopf, Akim-Jamal Jonah, Christian Oshita, Ferenc Gille und De’Quan Abrom. Eine Formation, die in den ersten sechs Minuten den Hausherren das Leben schwermachte und von Beginn an hellwach war. Vor allem Oshita bescherte den Spielern von Trainer Alen Velcic Kopfzerbrechen. Mit drei Dreiern in den ersten fünf Minuten sorgte er für eine 14:7-Führung. Als dann auch noch Kameron Hankerson aus der Distanz zum 17:9 traf, nahm Velcic eine Auszeit.

Auszeit der Panthers zeigt Wirkung

Die zeigte Wirkung: Nach Pagenkopfs Korberfolg zum 19:12 wurden die Panthers bissiger und zeigten, warum sie eine der besten Defensiven der ProA stellen. Gegen den zunehmenden Druck hatte Ehingen keine Ideen mehr, Schwenningen legte bis zum Viertelende einen 11:0-Lauf hin und ging mit einer 23:19-Führung in den zweiten Durchgang. Die kurze Unterbrechung beendete den Lauf der Hausherren keineswegs. Sie drückten weiter aufs Tempo und zogen auf 37:19 davon.

Eindrucksvoll zurückgekämpft

Angesichts des 0:25-Dämpfers und des klaren Rückstands war eine neuerliche Klatsche des Liga-Schlusslichts zu befürchten. Doch dieses Mal kämpfte sich Reinboths Truppe dank einer starken Abwehrleistung eindrucksvoll zurück. Ein Dunking von Jonah beendete die über sieben Minuten lange Durststrecke und war der Startschuss zu einem Ehingen 16:1-Lauf, den Maximilian Langenfeld mit einem Drei-Punkte-Spiel krönte. Der 17-Jährige hatte zwar nicht immer Glück im Abschluss, zeigte aber erneut einen couragierten Auftritt.
Mit einem 37:45-Rückstand gingen die Ehinger in die Halbzeit-Pause, in der es eine schlechte Nachricht gab. Hankerson, der bis dahin acht Punkte erzielt hatte, humpelte in die Umkleide und konnte erst wieder in den finalen Minuten eingesetzt werden.

Ehingen erkämpft sich die Führung zurück

Im dritten Viertel entwickelte sich trotzdem ein offener Schlagabtausch, woran vor allem Pagenkopf und Oshita einen großen Anteil hatten. Auf Seiten der Hausherren war es nun Nate Britt, der in der ersten Halbzeit ohne Treffer geblieben war, der seine Mannschaft im Spiel hielt. Doch auch er konnte nicht verhindern, dass zwei Minuten vor dem Viertelende erst Pagenkopf den 57:57-Ausgleich erzielte, ehe Langenfeld mit zwei erfolgreichen Freiwürfen sogar für die 59:57-Führung sorgte. Doch mit fünf Punkten in der letzten Minute eroberten sich die Schwenninger die Führung zurück.
Im finalen Durchgang tat sich Ehingen dann aber erneut gegen die aggressive Panthers-Abwehr schwer und lag drei Minuten vor dem Ende mit neun Zählern (64:73) zurück. Doch angeführt von Pagenkopf und Oshita kamen die Gäste noch einmal heran und hatten mit Hankersons Dreier die Chance, die Partie ganz eng zu gestalten. Doch das Glück war Reinboths Team an diesem Abend nicht hold.
Trotzdem war es, vor allem in der Defensive, ein Auftritt, der Mut für die anstehenden Aufgaben macht. Am Samstag wollen die Ehinger in Karlsruhe den Aufwärtstrend bestätigen und sich dann mit einem Sieg belohnen.

Neuer Termin für Nürnberg-Partie


Nachholtermin Die Partie der Ehinger Basketballer gegen die Nürnberg Falcons, die vergangenen Samstag abgesagt werden musste, ist neu terminiert worden. Trainer Ralph Junge wird nun am Mittwoch, den 31. März, mit den Franken bei seinem Ex-Klub zu Gast sein. Sprungball in der JVG-Halle ist dann um 19 Uhr.