Die Ehinger Basketballer haben sich auch von der neuntägigen Spielpause nicht aus dem Rhythmus bringen lassen und bei den Artland Dragons den dritten Sieg in Serie gefeiert. Der 89:88-Erfolg beim bis dahin Tabellendritten der 2. Liga ProA ist umso bemerkenswerter, da der Außenseiter ersatzgeschwächt mit nur acht Spielern in Quakenbrück angetreten war.
Trotzdem dachten die Gäste nicht daran, sich die Kräfte einzuteilen, sondern gaben von Beginn an Vollgas und setzten die Hausherren fast über die gesamte Spielzeit unter Druck. Angeführt von Jacob Knauf legten die Dragons trotzdem einen starken Start hin. Der 2,10 Meter große Power Forward erzielte alleine im ersten Viertel 14 Punkte und stellte damit seinen Saisonbestwert ein. Am Ende war der 23-Jährige mit 24 Zählern bester Werfer seines Teams.

Ein Duell auf Augenhöhe

Die Ehinger ließen sich allerdings nicht beeindrucken und fanden nach kurzen Startschwierigkeiten (8:16) schnell ihren Rhythmus. Das 20:20 nach dem ersten Viertel passte zum Spiel. Beide Teams agierten über die gesamten 40 Minuten auf Augenhöhe und lieferten sich einen ansehnlichen Kampf - was überrascht, wenn man bedenkt, dass der Tabellendritte auf den Drittletzten traf.

Auf das Ami-Trio ist Verlass

Doch die Ehinger hatten nichts zu verlieren und traten völlig unbekümmert auf. Zur Halbzeit lagen De’Quan Abrom und Co. mit 43:48 zurück, drehten dann aber mit einem starken dritten Viertel (31:22) die Partie. Dabei konnte sich Reinboth, der auf Mathias Groh und den Amerikaner Christian Oshita verzichten musste, auf das verbliebene US-Trio verlassen. Kameron Hankerson (21 Punkte), Abrom (23) und Jack Pagenkopf (16) lieferten wie gewohnt ab. Unterstützung erhielten sie von Jamal-Akim Jonah (10 Punkte) und Ferenc Gille (12).
Im letzten Viertel war es dann ein zähes Ringen um den Sieg, bei dem sich die Ehinger auch nicht von einem Rückstand (78:80) aus dem Konzept bringen ließen. Erst behielt Hankerson bei zwei Dreiern die Nerven, dann gelang Abrom ein wichtiger Steal samt Korbleger zum 87:86, ehe Gille beim 89:88 die letzten Punkte der Partie erzielte.

Freiwurfschwäche rächt sich nicht

Dass die Ehinger in den letzten 72 Sekunden vier Freiwürfe vergaben, fiel zum Glück für sie nicht weiter ins Gewicht. Zumal es die Dragons nicht besser machten und ebenfalls gute Chancen auf den Siegtreffer ausließen. So aber waren es die Ehinger, die sich erschöpft, aber zufrieden auf die siebenstündige Heimfahrt über die A7 machen konnten. Kommende Samstag geht es für sie dann mit dem Heimspiel gegen Tabellenführer Science City Jena weiter.