Wer auf die ProA-Tabelle schaut, stellt fest, dass die drei Erstplatzierten alles Teams sind, gegen die das Team Ehingen Urspring gespielt hat. Jedes Mal hat Ehingen verloren, zuletzt gegen Bremerhaven, dem Tabellenführer, der genauso wie Heidelberg und Jena noch keine Punkte hergeschenkt hat.

Die Ehinger Zweitliga-Basketballer stehen mit drei Niederlagen an zweitletzter Stelle im Klassement. Für Trainer Domenik Reinboth aber kein Grund zur Beunruhigung. Schon viele Teams seien mit einer Negativserie in die Saison gestartet, um dann in der zweiten Hälfte aufzuholen. Man denke nur an die Nürnberg Falcons, die vergangene Saison erst gegen Ende Erfolge feierten, aber dann so richtig: 15 Siege in Folge waren es, bis sich Heidelberg im Playoff-Halbfinale einmal durchsetzen konnte. Und auch Ehingen Urspring verlor 2018/19 die ersten drei Spiele, um bekanntermaßen in der Abschlusstabelle glorreich unter den besten acht Teams zu landen.

Giants im Rhythmus

„Wenn man drei Mal hintereinander verliert, das ist nie gut. Meine Einschätzung hat sich bestätigt, dass die drei Teams ungeschlagen da oben stehen“, meint Reinboth. Bislang habe man ja in jedem Spiel passabel mitgehalten. Einzig im zurückliegenden, dritten Spiel sei die Mannschaft unter ihrem Leistungspotenzial geblieben. „Aber auch gegen Bremerhaven sind wir mal auf fünf, sieben Punkte herangekommen“, so Reinboth. „Jetzt sollte die Mannschaft mal gewinnen, um sich nicht weiter in eine Stresssituation zu bringen. Das ist ein ganz wichtiges Spiel, zu Hause, gegen diesen Aufsteiger.“

Leverkusen – das ist ein großer Name im Basketball-Sport. Der Traditionsklub ist mit 14 deutschen Meister-Titeln Rekordhalter. Allerdings liegen die goldenen Zeiten in der höchsten deutschen Liga 23 Jahre zurück. Jetzt, so scheint es, arbeitet sich das vom Chemie-Großkonzern Bayer unterstützte Team wieder nach oben. Trainiert wird es von der Legende Hansi Gnad. Der hatte es vergangene ProB-Saison geschafft, dass seine Mannschaft 30 Spiele in Folge gewonnen hatte. Reinboth kennt ihn noch aus seiner Zeit als Spieler. In Leverkusen hatte er damals auch Gnads Sohn in der U14 trainiert.

Das Team in green steht einer Mannschaft gegenüber, die „sehr eingeschworen ist“ und sich als funktionierende Einheit präsentiert. „In dieser Zehner-Rotation ist jeder gefährlich“, warnt Reinboth mit Blick auf einen tief besetzten Kader. Dennoch kann er drei Spieler herausheben: Der bullige Center Dennis Heinzmann überzeugt mit seiner enormen physischen Präsenz. US-Flügelspieler Nick Hornsby switcht zwischen mehreren Positionen und verteilte bislang die drittmeisten Assists. Der Serbe Nino Celebic führt das stimmige Kollektiv als Leitwolf an.

Zwar besitzen die Giants auch zwei, drei angeschlagene Spieler – darunter Heinzmann mit Knieproblemen – aber Reinboth sieht den Vorteil bei den Gästen: „Nach zwei Siegen hat man mehr Selbstvertrauen.“ Am Mittwoch hatte Leverkusen Rostock mit 89:85 bezwungen. Die Steeples wollen in ihrem dritten Heimspiel „bessere Würfe kreieren“ und aus einer sicheren Defensive heraus punkten.

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Ehingen

Die ProA-Tabelle nach vier Spieltagen


 1. Bremerhaven 4 4 0 0 368:307 8

 2. Heidelberg 4 4 0 0 353:322 8

 3. Jena 4 4 0 0 319:292 8

 4. Chemnitz 4 3 0 1 365:334 6

 5. Tübingen 4 3 0 1 339:308 6

 6. Nürnberg 4 3 0 1 341:329 6

 7. Leverkusen 4 2 0 2 326:344 4

 8. PS Karlsruhe 4 2 0 2 309:333 4

 9. Trier 4 2 0 2 349:350 4

10. Rostock 3 1 0 2 253:245 2

11. FC Schalke 04 3 1 0 2 232:244 2

12. Schwenningen 4 1 0 3 327:340 2

13. Quakenbrück 4 1 0 3 316:344 2

14. Hagen 4 1 0 3 346:345 2

15. Paderborn 3 0 0 3 251:274 0

16. Ehingen 3 0 0 3 212:251 0

17. Kirchheim 4 0 0 4 313:357 0