Reitsport RSG Öpfingen: Premiere nach vierjähriger Turnierpause gelungen

Renate Emmenlauer 12.09.2017
Die Premiere nach der vierjährigen Turnierpause ist der RSG Öpfingen bestens geglückt: Sportlich herrschte hohes Niveau und Lob gab es üppig für die Organisation und den Turnierplatz.

Konstantin Eduard van Damme – den Namen muss man sich wohl merken. Der neue Bereiter der Reitsportgemeinschaft Öpfingen hat seit seinem Umzug aus Belgien in die Donaugemeinde vor acht Wochen schon bei einigen Turnieren fett abgesahnt.

Auf heimischem Boden siegte der 25-Jährige bei der Zwei-Phasen-Springprüfung Klasse S* auf Shirkahn am Samstagnachmittag bei hochkarätiger Konkurrenz mit einem  Nullfehlerritt in 32:42 Sekunden. Mit seinem zweiten Pferd Camillo belegte er in der anspruchsvollen Prüfung Platz acht. Die Nase vorn hatte der talentierte Reiter auch bei der Springprüfung Klasse L in der ersten Abteilung. Bei der Springpferdeprüfung Klasse A** verbuchte der Lokalmatador sogar den Sieg in beiden Abteilungen. Überdies konnte sich Konstantin Eduard van Damme bei einem halben Dutzend weiterer Prüfungen im vorderen Feld platzieren.

„Der Konstantin hat uns alle Ehre gemacht. Der ist ein richtiger Glücksfall. Als Reiter top und super nett“, freute sich Franz Sattelberger. Der Vorsitzende der RSG Öpfingen ist auch mit den Erfolgen der Öpfinger Eigengewächse zufrieden. Franziska Kästle hat in der Springprüfung Kl. A** Platz eins geschafft, in der Punktespringprüfung Kl. A* mit Joker räumten die Öpfingerinnen Margit Pachner und Sophia Keller Rang zwei und drei ab.

Solide Erfolge erzielten auch einige Reiter aus der Region. Hartwig Bendel (RSZ Josefshof im Winkel) sicherte sich im S*-Springen zum Abschluss des dreitägigen Turniers am Sonntag Platz drei, dasselbe Ergebnis bei der Punktespringprüfung Kl. M** mit Joker. In der Springpferdeprüfung Kl. L durchritt der Reittrainer als Bester den Parcours. Einen verdienten Sieg holte sich auch Jürg Küpfer (RV Moosbeuren) bei der Punktespringprüfung der Klasse L.

Bester Sandplatz im Süden

Turnierleiter Michael Füß zeigte sich mit der Resonanz auf das Springturnier nach vier Jahren Zwangspause mehr als zufrieden. Der Auftakt am Freitag sei bestens verlaufen, für den Dauerregen am Samstag seien erstaunlich viele Reiter gestartet. Die Starterquote lag im Durchschnitt bei 75 Prozent. „Der Sonntag war einfach gigantisch. Das Wetter hat gepasst. Und wir hatten zum S-Springen am Nachmittag eine traumhafte Publikumskulisse.“

Die Prognosen des neuen Reitstallchefs wurden erfüllt. Der Sandplatz hatte dem teils starken Regen am Samstag optimal standgehalten. Keine einzige Pfütze beeinträchtigte die Prüfungen. „Wir haben von den Reitern reihum Lob erhalten. Teilweise waren welche am Samstag auf anderen Turnieren, haben dort für den Sonntag wegen den schlechten Platzverhältnissen abgesagt und sind dann bei uns gestartet. Der gute Platz ist ein Novum“, berichtet Franz Sattelberger. Stolz mache ihn die Aussage einiger Wertungsrichter, demnach die RSG Öpfingen den besten Sandplatz in ganz Süddeutschland und Oberschwaben habe. Dank spricht der Vereinsvorsitzende den 40 Helfern aus, die das Reitturnier mit viel Engagement und Einsatz geschultert hätten.

Bewegend war am Sonntag vor dem S*-Springen die Gedenkminute für den unlängst verstorbenen Öpfinger Reitstallchef Eduard Beuter, ebenso die gefühlvollen Worte von Richter Hubert Schulze Rückamp, dem es am Herzen gelegen war, seinem langjährigen Pferdefreund und Weggefährten mit einem Rückblick über dessen Schaffens- und Willenskraft Ehre zu erweisen. Ins Schwärmen und Staunen kamen die Zuschauer am Samstagabend beim Schauprogramm der „Herzog Tassilo Ritter“, auch die Musikparty mit der Band „Sunrise“ war gut besucht.