Tennis Abenteuer startet mit Doppel-Matches

Schlägt wieder für Ehingen auf: Petar Trendafilov.
Schlägt wieder für Ehingen auf: Petar Trendafilov. © Foto: Herbert Geiger/Archiv
Ehingen / Helen Weible 14.06.2018

Dass in der Tennis-Verbandsrunde erst die Einzel und danach die Doppel gespielt werden, ist in dreifacher Hinsicht ein Killer. Erstens: Die Zuschauer kommen nur zu den Einzeln und gehen dann. Zweitens: Spieler vernachlässigen das Doppel als lästiges Anhängsel, nachdem die Punkte im Einzel geholt wurden. Drittens: Taktische Überraschungen sind ausgeschlossen, da sich die Spieler bereits im Einzel „lesen“ können.

Damit ist jetzt erst mal Ende – zumindest in der höchsten Liga der Region. Denn mit dem Pilotprojekt in der Württembergliga will der WTB die Doppel aufwerten und stellt sie vorne an. Das macht es nicht nur reizvoller, sondern kommt den Herren des TC Ehingen als krasse Außenseiter in der „WüLi“ sogar entgegen. „Vielleicht ist das ein kleiner Vorteil für uns, weil auch etwas mehr Glück im Spiel ist“, meint TC-Cheftrainer Jiri Heinisch.

Am Sonntag ab 10 Uhr stehen im ersten Spiel gegen den Titelaspiranten STG Geruksruhe also erst mal die Doppel an. Deswegen liegt der Schwerpunkt der Vorbereitung der Ehinger auch bis zum ersten Spieltag darin, starke Doppel-Konstellationen zu finden und zu festigen. Der Stamm des Auftsteiger-Teams ist ja geblieben: Karel Vesecky und der Bulgare Petar Trendafilov gehen in ihre zweite Saison beim TC. Maximilian Boewer-Stelter, Joshua Milton und Philipp Kober sowie Jiri Heinisch sind wieder dabei. Bei den Zugängen wurde darauf geachtet, „dass bekannte Gesichter mit Bezug zu Ehingen kommen“. Mit Markus Bartosch vom aufgelösten VfB Friedrichshafen und Christopher Waite (beide aus Senden) ist dies bestens gelungen. Das neue Duo ist in der Region verwurzelt, spielt LK-Turniere hier, trainiert mit. „Also kein Einfliegen von Stars“, meint Heinisch zwinkernd, aber mit einem kleinen Budget sei das auch nicht möglich. Der Etat macht auch den größten Unterschied in der „WüLi“. Denn: „Wir haben es hier mit wohlhabenden Vereinen mit langer Tradition zu tun.“ Und damit sind eben die Klubs aus dem Stuttgarter Raum (Geroksruhe, Böblingen, Doggenburg) und die Achalmstädter gemeint (TV Reutlingen 2 und Markwasen Reutlingen). Aber vor dem ersten Spiel steht für Heinisch und Ehingen fest: „Wir freuen uns auf die Saison!“