Völlig unterfordert war der Eishockey-Landesligist VfE Ulm/Neu-Ulm beim 15:0 (3:0, 8:0, 4:0)-Erfolg vor knapp 400 Zuschauern im Eisstadion Neu-Ulm gegen den SC Forst. Das Schlusslicht war nur mit elf Spielern und zwei Torhütern angereist. Die zwei Schlussleute konnten einem bei dem Scheibenschießen der Devils leid tun. Dagegen hatte VfE-Trainer Robert Linke sogar vier Reihen aufgeboten und mischte bei der Zusammensetzung der einzelnen Blöcke munter durch. In der Offensive scheint er fast schon die Idealformation gefunden zu haben. „Man sieht, dass die Sturmreihen sehr gut harmonieren und ein sehr hohes Tempo gehen“, meinte er.

Dagegen muss er in der Verteidigung experimentieren. Zumal er ab Mitte des zweiten Drittels mit Armin Nußbaumer (34.) auf einen Defensivkünstler verzichten musste. Er ging nach einem Check seines Gegenspielers gegen die Bande mit Schulterproblemen vom Eis.  „Wir haben ihn als Vorsichtsmaßnahme draußen gelassen“, bekannte Linke.

Gleich gut eingeführt hatten sich die Neuzugänge Martin Jainz (24.) und Timo Schirrmacher (53.), die sich in die Torschützenliste eintragen konnten. Ansonsten trafen noch Peter Brückner (6., 33.), Petr Ceslik (7., 31., 41.), Patrick Meißner (11.), Dominik Synek (30., 37.), Michael Simon (38., 39., 48.), Melvin Kogler (40.) und Florian Döring (55.).

Mit diesem Sieg können die Devils quasi schon für die Bayernliga-Aufstiegsrunde, in der laut Verband nur zwei Ausländer spielen dürfen, planen. Mit Burgau, Waldkraiburg und Haßfurt setzen aber drei Teams mehr ausländische Akteure ein. Das Trio stellt nun Überlegungen an, mit einem Anwalt gegen diese Reglementierung vorzugehen.