Lünen Wolfram Wuttke liegt im Koma

Nach dem Volksfestspiel wurde Wolfram Wuttke als Trainer beim TSV Crailsheim entlassen.
Nach dem Volksfestspiel wurde Wolfram Wuttke als Trainer beim TSV Crailsheim entlassen. © Foto: Werner Dienel
Lünen / RAMA/WIKIPEDIA 27.02.2015
Wolfram Wuttke liegt im Koma auf der Intensivstation in Lünen. Laut Bild wurde bei ihm ein multiples Organ-Versagen, ausgelöst durch eine Leberzirrhose, diagnostiziert. Der 53-Jährige schwebt in Lebensgefahr und wird künstlich beatmet.

Das hatte der 1. FC Kaiserslautern am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite bestätigt. "Sein Zustand ist nach einer Mitteilung seines Sohnes Benjamin ernst, aber stabil", sagte FCK-Pressesprecher Stefan Roßkopf.

Als Stürmer und Mittelfeldspieler absolvierte er zwischen 1979 und 1993 insgesamt 299 Spiele in der Bundesliga und erzielte dabei 66 Tore. Zudem spielte er Anfang der 1990er-Jahre für Espanyol Barcelona in Spanien. Seine erfolgreichste Zeit in Deutschland hatte Wuttke 1985 bis 1989 als Spielmacher beim 1. FC Kaiserslautern, wo er durch seine Schüsse und Pässe mit dem Außenrist Bekanntheit erlangte. Seinen sportlichen Höhepunkt feierte er mit dem Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul.

Im Jahr 2008 war Wuttke für den Oberligisten TSV Crailsheim aktiv. Nach einem halben Jahr als Sportdirektor ab Januar 2008 war er ab Juli als Cheftrainer tätig. Am 21. September 2008 wurde er entlassen. Der redselige und sympathische Ex-Profi kam bei den Menschen in Crailsheim gut an und schloss viele neue Freundschaften. Auch taktisch war ihm wenig vorzuwerfen. Allerdings war sein Training doch eher weniger professionell.

Nach seinem Engagement in Crailsheim wurde es sehr ruhig um den Mann mit dem genialen Außenrist.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel