Frauenfußball - 2. Bundesliga Spannung pur und Remis im Derby

Carolin Hörber (TSV Crailsheim), im Duell mit Carina Breunig (ETSV Würzburg), rechts beobachtet Nina Hasenfuß (TSV Crailsheim) die Szene. Foto: Frank Scheuring
Carolin Hörber (TSV Crailsheim), im Duell mit Carina Breunig (ETSV Würzburg), rechts beobachtet Nina Hasenfuß (TSV Crailsheim) die Szene. Foto: Frank Scheuring
Frauenfußball - 2. Bundesliga / HO 21.05.2012
Zufriedenheit im Crailsheimer Lager: Mit dem Punkt wurde das Saisonziel Rang 3 in die Tat umgesetzt. Claudia Nußelt kann nun zusammen mit Natalia Mann (Sindelfingen) die Torjägerkanone einheimsen.

. So richtig wohl in ihrer Haut fühlten sich die Bundesligafrauen des TSV Crailsheim bei ihrem letzten Saisonauftritt in Würzburg nicht. Immerhin ging es für die Gastgeberinnen im Fernduell mit Borussia Mönchengladbach noch um den Relegationsplatz und beim TSV wollte man nicht als Steigbügelhalter für eines der beiden abstiegsgefährdeten Teams dastehen.

Rein vom Ergebnis her zogen sich die TSV-Kickerinnen mit Bravour aus der Affäre, denn mit einem 2:2 trotzte man dem ETSV Würzburg ein verdientes Remis ab, während Mönchengladbach die Gunst der Stunde nicht nutzen konnte und beim Absteiger FV Löchgau nicht über ein 3:3 hinauskam. So müssen nun die Gladbacher den bitteren Weg in die Regionalliga antreten, während die Mainfranken in der Relegation gegen den FFC Oldesloh noch den Klassenerhalt schaffen können.

Der hing allerdings an einem seidenen Fahnen, denn bereits in der fünften Minute prallte ein Lattenknaller von Simone Klenk ins Feld zurück. Die Gastgeberinnen versuchten meist, mit langen Bällen die schnelle Julia Manger in Aktion zu setzen, was dann in der 19. Minute auch zur glücklichen Führung der Eisenbahner führen sollte. Die Ex-Crailsheimerin spielte sich auf der rechten Seite in ihrer unnachahmlichen Art durch und ihr Zuspiel konnte von Romina Kuffner, einer weiteren Ex-TSV-Kickerin ohne Mühe eingelocht werden. Doch der TSV ließ sich bei drückender Hitze nicht entmutigen und Claudia Nußelt nutzte eine Tändelei von Schlussfrau Steffi Kübler zum längst verdienten Ausgleich. Nur fünf Minuten später setzte Carolin Hörber zu einem unwiderstehlichen Solo über den halben Platz an und brachte ihre Farben in Führung. Nun wurden die 200 Besucher samt der beiden Teams in ein Wechselbad der Gefühle gestürzt, denn ständig änderte sich der Spielstand bei der wichtigen Parallel-Partie in Löchgau. Nach Wiederanpfiff stellten die Einheimischen die agilere Elf, trotzdem hielt sich die Chancenverteilung die Waage.

In der 55. Minute dann der vorläufige Klassenerhalt für den Aufsteiger, denn nach einem Lattenabpraller schaltete mit Anika Höß eine weitere ehemalige TSV-Akteurin am schnellsten und schaffte den ganz wichtigen Ausgleich.

Der ETSV Würzburg erhöhte den Druck und die ersatzgeschwächte "Horaffen-Deckung" glich nicht gerade einer Festung.

Julia Manger hatte die Riesenchance zur Entscheidung, doch es blieb beim gerechten 2:2-Unentschieden, in einer Partie, die an Spannung kaum zu überbieten war. Riesenjubel dann bei den Gastgeberinnen, als das Ergebnis aus Löchgau bekannt wurde (3:3). Statistik:

Torfolge: (19.) 1:0 Romina Kuffner, (28.) 1:1 Claudia Nußelt, (35.) 1:2 Carolin Hörber, (56.) 2:2 Anika Höß

TSV Crailsheim: Kim Kaller, Nina Hasenfuß, Mirjam Steck, Juliane Klenk, Carolin Hörber (71. Valentina Maceri), Ramona Treyer, Claudia Nußelt, Sarah Herrmann, Chantal Bachteler, Simone Klenk (81. Simone Klenk), Luisa Scheidel.