Muskelbepackte Oberkörper, schwitzende Männer und Frauen und zentnerschwere Baumstämme: Die Highland Games sind nur etwas für Hartgesottene. Rund 30 dieser tapferen Recken fanden sich am Samstag am Degenbachsee ein, um die Besten unter ihnen zu küren.

"Das Tauziehen und das Hufeisenwerfen haben mir bisher ganz gut gefallen", sagt Marilla May nach den ersten beiden Disziplinen des schottischen Mehrkampfes. Zusammen mit Eileen Waizenhöfer nimmt sie an den ersten Highland Games am Degenbachsee teil. Dabei ist sie gleichzeitig eine "heimliche" Kritikerin. "Wenn wir abends nach Hause fahren, erzählt sie mir immer, ob es ihr gefallen hat oder nicht", verrät Organisatorin Waltraud Ohr.

Initiiert wurden die Spiele von der Jungen Familie des Schwäbischen Albvereins, Ortsgruppe Crailsheim. "Die Ideen für die Veranstaltungen hat meistens mein Sohn Thomas", sagt die Organisatorin. Nach schottischem Vorbild, wo die Highland Games eine Art Gesellschaftsspiel sind, wurden verschiedene Stationen am Degenbachsee aufgebaut. "Uns war vor allem wichtig, dass für jede Altersklasse etwas dabei ist", sagt Ohr. Und so konnten die Eltern gemeinsam mit ihren Kindern in zwei Gruppen an den Wettkämpfen - zum Beispiel Gummistiefelweitwurf - teilnehmen.