Motocross Schlammschlacht in Rudersberg

Schwierige Bedingungen für Mensch und Maschine beim zweiten Lauf am Wochenende. Die Strecke in Rudersberg glich phasenweise einer Schlammlandschaft. Privatfoto
Schwierige Bedingungen für Mensch und Maschine beim zweiten Lauf am Wochenende. Die Strecke in Rudersberg glich phasenweise einer Schlammlandschaft. Privatfoto
Rudersberg / MO 19.09.2013
Das Seitenwagenteam Martin Walter (Crailsheim) und Johannes Vonbun (Feldkirch) belegte beim vorletzten Weltmeisterschaftslauf im deutschen Rudersberg Platz 16 in der Tageswertung.

Für Martin Walter und Johannes Vonbun war es ein besonderes Rennen. Durch die Nähe zum Wohnort der beiden kamen viele Freunde und Verwandte zu Besuch, um beim Rennen mit den beiden mitzufiebern.

Zunächst war die Strecke noch relativ nass und glitschig, doch beim freien Training konnten sich Martin Walter und Johannes Vonbun die Strecke in Ruhe ansehen. Hier fuhren sie die siebtbeste Zeit in Gruppe A.

Auch in der Pre-Qualifikation um die Mittagszeit schaffte das Duo die siebtbeste Rundenzeit und sicherte sich die erste Startreihe für das Quali-Race am Nachmittag. Überlegen in der Gruppe A agierten wieder die "fast Weltmeister" Adriaenssen/van den Bogaart.

Der Start zum Quali-Race verlief für Walter/Vonbun optimal. An fünfter Stelle liegend fuhren sie in die erste Kurve ein. Im Laufe der kommenden Runden mussten sie noch zwei Plätze an die Teams Rozehnal/Rozehnal und Daiders/Musset abgeben. Doch der siebte Platz im Quali-Race bedeutete die direkte Qualifikation für die Rennen - und noch dazu erste Startreihe. Das Ziel für diesen Renntag war erreicht.

Die ersten drei Plätze dieses Quali-Races belegten Ben Adriaenssen/Ben van den Bogaart vor den Engländern Brown/Chamberlain und Willemsen/Bax.

Der Start zum ersten Lauf verlief wie erwartet. Adriaenssen/van den Bogaart schossen als erste in die Kurve. Martin Walter und Johannes Vonbun gelang ein ganz guter Start. Sie konnten sich als Elfte einreihen und kämpften mit dem Pulk Stenborg/Gustavsson, Söderqvist/Millard, Bürgler/Betschart und Rozehnal/Rozehnal um die Plätze. Nach 30 Minuten beendeten die zwei den ersten Lauf als Elfte und waren beide zufrieden mit dem Ergebnis.

Nach diesem Lauf stand auch der Weltmeister 2013 fest. Der Belgier Ben Adriaenssen und der Holländer Ben van den Bogaart kürten sich in Rudersberg als neue Champions.

In der Folge wurde das Wetter immer schlechter. Zum Ende des ersten Laufs regnete es wieder heftig und hörte auch nicht mehr auf. Doch der zweite Lauf wurde gestartet. Auch den Zuschauern zuliebe, da noch sehr viel Publikum ausharrte, um die Seitenwagengespanne zu sehen.

Schon in der Einführungsrunde hat man gesehen, dass dieser Lauf nicht gut gehen würde. Die Frage war nur, in der wievielten Runde man abbrechen sollte. Die wenigen, die sich auf eine Einführungsrunde begaben, kamen kopfschüttelnd in die Box zurück. Und so kam es dann, dass der Lauf nach rund 20 Minuten abgebrochen wurde, weil da nur noch knapp 20 Gespanne auf der Strecke waren. Das Fahren wurde unmöglich und auch Martin Walter und Johannes Vonbun blieben irgendwo stecken. Der Lauf wurde jedoch bei voller Punktezahl gewertet. Auf diese Weise nahmen Walter/Vonbun als Zwanzigste noch einen Punkt von diesem Rennen in Rudersberg mit. Dies war gleichzeitig das letzte WM-Rennen der beiden für dieses Jahr. Im Oktober geht"s noch zur Team-Europameisterschaft nach Cingoli/Italien und dann in die verdiente Winterpause.

Team-Info

Das Sidecarcrossteam Walter/Vonbun, mit Fahrer Martin Walter (Crailsheim) und Beifahrer Johannes Vonbun (Feldkirch; Österreich) hat in dieser Saison schon an acht verschiedenen Rennläufen teilgenommen. Letztes Wochenende hat es das Team gewagt, beim Weltmeisterschaftslauf in Rudersberg bei Welzheim an den Start zu gehen. In Heimatnähe fanden die Sportler dort schwierige Bedingungen vor.
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