Fußball Passaffäre zieht Kreise

Fußball / JOM 22.03.2013

Die Manipulation des Spielerpasses beim Bezirksligisten TSV Ilshofen könnte weiterreichende Konsequenzen haben. Wie der Rechtsanwalt Jürgen Hägele aus Crailsheim auf Nachfrage wissen lässt, handelt es sich bei dem Vergehen der Urkundenfälschung um ein Offizialdelikt, bei dem die Staatsanwaltschaft "von Amts wegen ermitteln muss". Das Sportgericht habe auf das strafrechtliche Vorgehen keinen Einfluss. Die Urkundenfälschung ist im deutschen Recht nach Paragraf 267 StGB strafbar. Sie wird mit Geldstrafe oder mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft.

Da es vereinsintern Konsequenzen gegeben habe, wie TSV-Abteilungsleiter Peter Horst vorgestern erklärte, dürfte es nach Hägeles Ansicht wohl Zeugen geben, welche die Veränderungen am Spielerpass des Zugangs Redouane Bouidia (das HT berichtete) mitbekommen haben. Zumindest werde der mögliche Kreis der Verdächtigen stark eingrenzbar sein, "da sicher nicht jeder im Verein Zugriff auf die Spielerpässe haben wird", wie Jürgen Hägele erklärt.

Sollte es zu einer Befragung der Beteiligten durch die Polizei kommen, so muss jeder der Befragten die Wahrheit sagen, betont der Rechtsanwalt, ansonsten kann den Beteiligten selbst ein Strafverfahren wegen Strafvereitelung drohen, auch hier mit einer Strafandrohung von bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe.

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