Fußball Nur noch Präsident

Paul Sauter ist nach seinem Rücktritt als Trainer "nur noch" Präsident. Foto: Ralf Mangold
Paul Sauter ist nach seinem Rücktritt als Trainer "nur noch" Präsident. Foto: Ralf Mangold
Fußball / RALF MANGOLD . 28.10.2013
Am Freitag vor einer Woche ist Paul Sauter als Trainer des SSV Ulm zurückgetreten. Als Präsident war er nun erstmals als Zuschauer am Spielfeldrand.

"Wir sind vom ersten Saisonspiel an gleich in einen negativen Lauf geraten, das hat sich in den Köpfen der Spieler festgesetzt", will er mit seinem Rücktritt als Trainer etwas bewegen. Oliver Unsöld, ehemaliger Spieler, und Herbert Zanker, ehemaliger Co-Trainer, teilen sich nun den Cheftrainer-Posten beim SSV. "Die zwei sollen jetzt einfach ihren Job machen", will er den Nachfolgern in seiner Funktion als Präsident freie Hand lassen und sich nicht ins Tagesgeschäft einmischen - auch wenn es ihm sichtlich schwer fällt. Denn eigentlich ist Sauter ja nach eigener Aussage ein Herzbluttrainer. "Vielleicht werde ich ja irgendwann nochmal an der Seitenlinie stehen, ich bin ja noch jünger als Jupp Heynckes", so der 66-Jährige mit einem Schmunzeln.

Schon einmal vor 16 Monaten wollte er als Trainer aufhören, nachdem er als Feuerwehrmann nach der Insolvenz zu seinem Heimatclub zurückgekehrt war und den SSV zurück in die Regionalliga geführt hatte, doch die schwierigen Rahmenbedingungen bewogen ihn zum Weitermachen. "Als Präsident und Trainer habe ich jetzt drei Jahre lang am Anschlag gearbeitet."

Als Gründe für den sportlichen Niedergang sieht er insbesondere die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die den Verein vor der Saison gezwungen haben, fünf Leistungsträger abzugeben. "Die jungen Spieler wie Pascal Sohm aus Hollenbach machen ihre Sache eigentlich schon ganz gut, ihnen fehlt einfach noch die nötige Erfahrung. Wir haben aber noch genügend Spiele, um den Bock umzustoßen", ist Sauter vom Klassenerhalt überzeugt. Der Auftritt seiner Elf in Ilshofen hat Sauter nicht restlos überzeugt, aber einige gute Ansätze konnte er dennoch erkennen. "Zudem stehen die Ilshofener wohl nicht grundlos in einem WFV-Pokalviertelfinale", freute er sich am Ende über den verdienten Sieg

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