Kickboxen Michael Smolik ist am Ziel aller Träume angelangt

Die Trainer Pavlica und Mladen Steko, Michael Smolik und Luca Panto sowie Kickbox-Legende Peter Aerts (von links).
Die Trainer Pavlica und Mladen Steko, Michael Smolik und Luca Panto sowie Kickbox-Legende Peter Aerts (von links). © Foto: Privat
München / PM/JOM 15.09.2016
Kickboxer Michael Smolik aus Satteldorf hat sich seinen großen Traum erfüllt und ist Weltmeister im Schwergewicht geworden.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag konnte Michael Smolik im ausverkauften „Deutschen Theater“ in München den Profi-WM-Titel im Schwergewichtskickboxen in der Kategorie K1 holen. „Es war ein besonderes Highlight für mich und für die TV-Welt“, teilt Smolik per E-Mail mit. Denn: „Seit nun mehr als drei Jahren ging die Stekos-Fight-Night wieder live auf Sat.1 über die Bühne. Ich war der erste männliche Fighter, der seit Jahren wieder live kämpfen durfte. Das hatte bislang nur Florian Pavic geschafft“, erklärt der Hüne stolz. „Zudem hatte ich noch den Hauptkampf, und das obwohl ich gerade mal seit zwei Jahren bei Steko als Profi kämpfe, dass hatte noch keiner geschafft.“

Nach Christine Theiss, die von 2007 bis 2013 Profi-Weltmeisterin im Vollkontakt-Kickboxen war, sei die Sportart in Deutschland wieder etwas ins Hintertreffen geraten. Smolik will als männlicher Nachfolger nun das schaffen, was noch kein Mann zuvor geschafft hat. „Ich will Kickboxen wieder publik machen. Mit Marie Lang, der Nachfolgerin von Theiss, sowie den Trainern Mladen und Pavlica Steko an meiner Seite werde ich das auch schaffen.“

In München musste Michael Smolik gegen den erfahrenen Italiener Luca Panto kämpfen, der mehr als doppelt so viele Profi-Kämpfe als der Satteldorfer absolviert hat. „Er brachte mit 110 Kilogramm fast acht Kilo mehr auf die Waage. Ich wusste von Anfang an, dass er ein harter Gegner wird“, sagt Smolik, der wieder mit seinem alten Kampfnamen „Flying Badboy“ in den Ring gerufen wurde – begleitet von einem Feuerspucker. Mit gedrehten Sprung-Kicks übte Smolik von Anfang an Druck auf seinen Gegner aus, zielte besonders auf die Bauch- und Rippengegend ab. „Er zeigte aber keine Anzeichen auf Wirkungstreffer“, erklärt Smolik. Mit einem Spinning-360-Grad-Kick setzte der Satteldorfer nach zwei Minuten in der ersten Runde aber den entscheidenden Treffer, der ihn zum Profi-Weltmeister kürte.

Auf den Kampf habe er sich sehr lange vorbereitet und fokussiert wie nie zuvor. „Anschließend interviewte mich Andrea Kaiser und ich feierte den Sieg mit meinen Fans“, teilt Smolik mit. Besonders freute er sich darüber, dass ihm Kickbox-Legende Peter Aerts den Gürtel überreichte. „Er sagte, dass er noch nie einen Schwergewichtler mit so einer Beinarbeit und Leichtfüßigkeit gesehen hat“, erklärt Smolik stolz.

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