Das Kopf-an-Kopf-Rennen in der Kleinkaliber-Winterrunde zwischen Geifertshofen und Hengstfeld ist entschieden. Der Titelverteidiger aus der Gemeinde Bühlerzell gewann das Fernduell mit dem SV Hengstfeld knapp mit 823:820 Ringen und verteidigte mit zwei Ringen Vorsprung erfolgreich seinen Meistertitel aus dem Vorjahr. 5033:5031 Ringe lautet das Endergebnis der spannendsten Winterrundensaison seit Langem.

Beide Topteams der Liga bewegten sich von Rundenbeginn an auf Augenhöhe, die Tabellenführung wechselte im Saisonverlauf mehrmals hin und her. Am Ende war Geifertshofen das glücklichere von zwei gleichstarken Teams. Auch Rundenwettkampf­obmann Manfred Haag zeigte sich begeistert von dem Duell an der Spitze. „Der Kampf um die Meisterschaft war echt spannend. Nach dem dritten Wettkampf hatte Geifertshofen drei Ringe Vorsprung, nach der vierten Runde vier Ringe Rückstand und nach dem fünften Wettkampf dann noch einen Ring Rückstand“, skizzierte Haag das Wechselspiel an der Tabellenspitze nach. „In der letzten Runde haben dann beide Teams deutlich unter ihrem Durchschnitt geschossen“, so Haag weiter.

Meistertitel geht auf Ziellinie verloren

15 beziehungsweise 18 Ringe fehlten Geifertshofen und Hengstfeld gegenüber den in den ersten fünf Wettkämpfen erreichten Ringzahlen. „Das war einfach kein guter Tag. Vor allem im stehenden Anschlag ging bei keinem was“, konstatierte Hengstfelds Mannschaftsführer Gunther Deimling das Teamergebnis von 820 Ringen. Der Meistertitel ging zwar damit praktisch auf der Ziellinie noch verloren, die Hengstfelder Saisonleistung von 5031 Ringen kann sich aber dennoch mehr als sehen lassen. „Es waren spannende Wettkämpfe. Glückwunsch an Geifertshofen“, hakte Deimling den zweiten Platz dann auch schnell ab. Schließlich geht es für die Hengstfelder Kleinkaliberschützen bereits im April in Oedheim mit dem Start in die neue Landesligasaison schon wieder weiter. Dort geht das Team erstmals als Titelverteidiger an den Start.

Hinter den zwei Überfliegern landete Ex-Landesligist Bölgental wie im Vorjahr auf dem dritten Tabellenplatz vor dem SV Beimbach. Kurioserweise sind die Abschlussplatzierungen von Platz 1 bis 7 genau identisch mit denen des Vorjahres.

Das beste Einzelergebnis des letzten Wettkampftages gelang Ligaleiter Manfred Haag, der mit 280 Ringen einen neuen persönlichen Wettkampfrekord aufstellte und darüber natürlich glücklich war. „Es ist in allen drei Anschlägen kniend, liegend und stehend fast optimal gelaufen für mich“, freute sich Haag. Mit 93, 98 und 89 Ringen gelangen dem für Bölgental 2 an den Start gehenden Schützen in allen Anschlagsarten hervorragende Serien.

Mit 279 Ringen kam ihm Miriam Bareiß (Geifertshofen) am nächsten. Den Gesamtsieg im Einzelklassement holte sich unterdessen der Hengstfelder Jens Steinbrenner mit einem beeindruckenden Rundenschnitt von 280,50 Ringen pro Wettkampf. Steinbrenner (1683 Ringe) rettete dabei einen Vorsprung von drei Ringen auf Franziska Kern (Geifertshofen, 1680) ins Ziel. Dritte wurde Heike Bayer (Hengstfeld, 1673) vor Roland Nicklas (Beimbach, 1659) und Anja Bühler (Bölgental, 1656).

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