Leichtathletik Koch auf undankbarem Platz neun

Rostock / lacr 31.07.2018
Drei Sportler aus Crailsheim haben an den deutschen Jugendmeisterschaften in Rostock teilgenommen.

Marie Koch (Diskuswerfen), Jessica Koch (100 Meter) und Simon Vogt (Hammerwerfen) hatten sich für ihren Saisonhöhepunkt viel vorgenommen, doch muss man anerkennen, dass es für die drei auch noch andere Herausforderungen in ihrem jungen Leben gibt. Jessica Koch hat in diesem Jahr die Abiturprüfung abgelegt. Hinzu kam noch eine Erkältung in den Tagen vor Rostock, so dass es nicht verwunderlich war, dass sie ihre persönliche Bestleistung von 12,32 Sekunden bei den Deutschen nicht abliefern konnte. Jessica sprintete im dritten von sechs Vorläufen 12,90 Sekunden, wobei sie bis 50 Meter noch dicht am Feld ihrer Mitkonkurrentinnen war, jedoch im Zielsprint fehlte einfach die Kraft. Glücklich darüber, dabei gewesen zu sein, war Jessica nach diesem Lauf auf jeden Fall.

Ihre Namenskollegin Marie Koch hatte es mit einem Feld von 21 Diskuswerferinnen zu tun, dabei konnte sie zwölf hinter sich lassen. Acht Werferinnen sind an ihr vorbeigezogen, sodass mit der Weite von 42,75 Metern nur der undankbare neunte Platz für Marie heraussprang. Von ihrem Trainer Otto Braun auf die schwierigen Verhältnisse eingestellt, begann Marie gut, nach dem ersten Versuch lag sie auf Rang 6, jedoch konnte sie sich nicht mehr deutlich steigern, der von hinten gekommene Wind drückte die Disken zu früh zur Landung, sodass durchweg die Wurfweiten drei bis fünf Meter unter den Jahresbestleistungen blieben. Ein kleiner Trost ist, dass Marie ihre Dauerkonkurrentinnen Sophie Stumpf und Jennifer Seher, beide LG Hohenlohe, hinter sich lassen konnte, doch war die Enttäuschung trotzdem groß. Marie reist Mitte August wieder in die USA, um dort ihr Studium fortzusetzen. Sie strebt im kommenden Jahr wieder die Teilnahme an den deutschen U-23-Meisterschaften an.

Lehrreicher Wettkampf

Für Simon Vogt ging der Hammerwurfwettbewerb voll daneben, hatte sich Simon in diesem Jahr doch unter seinem ehemaligen Heimtrainer Otto Braun auf 61,22 Meter steigern können und lag damit auf Rang 5 in der deutschen Rangliste. So erlebten der Hammerwurf-Landestrainer Ralf Mutschler und Otto Braun einen Simon Vogt, der überhaupt keine Einstellung zum Wettkampf fand und prompt die ersten vier Versuche ungültig machte. Dazu haderte er noch mit den Kampfrichtern, was ihm auch nicht unbedingt geholfen hat. Mit der Weite von 51,25 Metern landete er auf dem siebten Rang. Lehr- und hilfreich war der Wettkampf für Simon trotzdem. Er hat das Talent, im Konzert der besten Jugendhammerwerfer Deutschlands in den nächsten Jahren mitzumischen.

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