Noch fünf Spieltage stehen in der Basketball-­Bundesliga auf dem Programm, dann ist die Hauptrunde zu Ende. Zwei der 18 BBL-Mannschaften müssen den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten, acht Teams verabschieden sich in die Sommerpause und acht Mannschaften qualifizieren sich für die Play-offs. Während die Hakro Merlins Crailsheim darauf hoffen, in der mittleren Kategorie dabei zu sein, wollen die MHP Riesen Ludwigsburg, der heutige Gegner der Zauberer, zu letzterer gehören. Und dafür haben die Schwaben in den vergangenen beiden Spielen ihren Teil dazu beigetragen, dass dieses Ziel erreicht wird.

Serienmeister Bamberg besiegt

In Gießen gewann die Truppe von Coach John Patrick 98:83, und zuletzt wurde überraschend Bamberg mit 96:95 bezwungen. „Jordon Crawford verwandelte, nach einem heftig diskutierten Foulpfiff, den entscheidenden Freiwurf und führte seine Farben zum umjubelten Heimsieg“, ist auf der Homepage der Ludwigsburger zu lesen. Sie liegen mit 14 Siegen auf Platz 10, Bayreuth auf Platz 11 hat ebenso viele auf dem Konto. Auf den Plätzen 7, 8 und 9 finden sich Bonn, Braunschweig und Würzburg mit je 15 Erfolgen. Das Rennen um die letzten Play-off-­Ränge ist also ebenso spannend wie der Abstiegskampf.

Im Kampf um den Klassenerhalt befinden sich mit der BG Göttingen (acht Siege), dem Mitteldeutschen BC, den Hakro Merlins Crailsheim (je sieben), den Eisbären Bremerhaven (sechs) und Science City Jena (fünf) noch fünf Mannschaften. Mit Bremerhaven und Göttingen treffen zwei dieser Teams morgen Nachmittag direkt aufeinander. Ein Sieg der Veilchen wäre für Crailsheim am besten, weil man diese in einer Woche (Freitag, 3. Mai) in der Arena Hohenlohe in Ilshofen empfängt. Die Merlins reisen zudem noch zum Schlusslicht Jena (Freitag, 10. Mai), haben also alles noch selbst in der Hand.

Ein Heimsieg der Hakro Merlins Crailsheim gegen die MHP Riesen Ludwigsburg heute Abend würde die Ausgangslage im Saisonendspurt aber deutlich verbessern, da die Zauberer den direkten Vergleich gegen Bremerhaven und den MBC verloren haben, sollte man mit einem dieser Teams punktgleich sein.

Ludwigsburg hat wie erwähnt zuletzt zwei Spiele hintereinander gewonnen, die Merlins mussten vier Niederlagen in Folge verkraften: gegen Alba Berlin, in Bamberg, gegen Ulm und bei Bayern München. Vier Mannschaften, die in den Top 6 der Tabelle zu finden sind. Der Crailsheimer Trainer Tuomas Iisalo schonte am Ostersonntag beim Spitzenreiter in München seine drei erfolgreichsten Korbjäger Ben Madgen (14,6 Punkte pro Partie im Schnitt), Frank Turner (12,9) und Joe Lawson (10,9), die heute wieder für die nötige Offensivkraft sorgen sollen. Die drei Stammkräfte zeichnen zusammen für 47,4 Zähler pro Partie verantwortlich, erzielen damit im Verbund mehr als die Hälfte der Crailsheimer Punkte (82,72 pro Spiel im Schnitt). Der vierte Merlin, der einen zweistelligen Wert bei den Punkten vorweisen kann, ist DeWayne Russell (10,5).

Aufseiten der Ludwigsburger treffen gleich sechs Spieler regelmäßig zweistellig: Marcos Knight (17,1), Kelan Martin (13,7), Malcolm Hill (12,9), Lamont Jones (11,8), Jordon Crawford (10,8) und Owen Klassen (10,4). „Ludwigsburg ist bekannt für aggressive Verteidigung und hohes Tempo. Außerdem haben sie eine Menge Firepower im Backcourt mit Spielern wie Crawford, Jones und Knight. Auf den Flügeln hat Ludwigsburg große Spieler, die durch Offensiv-Rebounds immer wieder Chancen für zweite Würfe kreieren“, erklärt der finnische Merlins-­Trainer.

Ludwigsburg und Crailsheim haben Spielmacher, die in den Top 10 der besten Vorlagengeber der BBL auftauchen: Riese Jordon Crawford händigt 6,1 Assists pro Spiel aus, Merlin Frank Turner 6,0. Auch als Balldieb findet sich Turner weit vorne mit 1,6 Steals. Der Ludwigsburger Marcos Knight kommt auf 1,7 Steals, er ist statistisch betrachtet der vierteffektivste Spieler der Bundesliga. Das Duell Turner gegen Knight wird vermutlich eines der Schlüsselduelle in diesem Spiel werden.

Insgesamt trafen die beiden Teams sechsmal aufeinander. Crailsheim konnte davon eine Begegnung für sich entscheiden, 2015 mit einem 89:81-Erfolg in der Arena Hohenlohe. Das Vorrundenspiel der Saison 2018/19 gewannen die Ludwigsburger im Dezember mit 82:70 – noch ohne Marcos Knight im Kader. Einer der schlechteren Auftritte der Merlins in dieser Spielzeit. „Im Hinspiel hatten wir deutliche Probleme mit unserem Wurf. Ich hoffe, dass das am Samstag nicht der Fall ist“, so Iisalo vor der wichtigen Begegnung, zu der auch viele Gästefans erwartet werden. Schließlich liegen zwischen den Arenen in Ludwigsburg und Ilshofen nur knapp 90 Kilometer.

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Crailsheim

Info


Hakro Merlins Crailsheim – MHP Riesen Ludwigsburg, Samstag, 20.30 Uhr