American Football Ex-Spieler der Rothenburg Knights stehen in den Practice Squads

Mark Nzeocha im Trikot der Dallas Cowboys.
Mark Nzeocha im Trikot der Dallas Cowboys. © Foto: Imago
Rothenburg / Joachim Mayershofer 08.09.2017

Moritz Böhringer (früher Schwäbisch Hall Unicorns, Crailsheim Titans) hat es bei den Minnesota Vikings nicht mehr ins sogenannte Practice Squad geschafft. Der 23-jährige Wide Receiver ist in der National Football League (NFL) noch ohne Verein. Dafür finden sich in dieser speziellen Trainingsgruppe, deren Spieler nicht dem offiziellen 53-Mann-Kader eines NFL-Teams angehören, in anderen Mannschaften zwei ehemalige Spieler der Franken Knights aus Rothenburg: die Brüder Nzeocha.

Der 27-jährige Linebacker Mark Nzeocha ist ins Practice Squad der Dallas Cowboys aufgenommen worden. In dieser Trainingsgruppe kann er sich wieder für den NFL-Kader empfehlen, dem er seit 2015 angehört hatte. „Harte Zeiten bleiben nicht für immer, harte Menschen schon“, hatte der gebürtige Ansbacher am Montag getwittert. Der Linebacker hatte zuletzt immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen und hatte sich erst im Juni einer Knie-Arthroskopie unterzogen. Auch aufgrund dieser Probleme kam Nzeocha seit seinem Teambeitritt nur zu 16 Einsätzen.

Mit einem geschätzten Wert durch das Forbes Magazine im Jahr 2016 von 4,2 Milliarden US-Dollar sind die Dallas Cowboys der wertvollste Sportverein der Welt, noch vor den New York Yankees und Real Madrid.

Marks 24-jähriger Bruder Eric Nzeocha, ebenfalls Linebacker, steht im Practice Squad der Tampa Bay Buccaners. Er ist einer von vier Spielern, die unter dem Titel „International Player Pathway“ auf Practice Squads von NFL-Teams platziert wurden. Die Mannschaften, die einen zusätzlichen Practice-Squad-Spieler erhielten, sind die der NFC South. Alle vier bekamen für die Trainingsgruppe einen elften Platz zugeteilt, die vier Spieler dürfen jedoch in dieser Saison nicht eingesetzt werden.

Damit ist Kasim Edebali (Denver Broncos) derzeit der einzige deutsche Football-Profi in der NFL, nachdem zuletzt Sebastian Vollmer, Markus Kuhn und Björn Werner ihre Karrieren beendet hatten.