Die Hakro Merlins Crailsheim nehmen das Training in Kleingruppen wieder auf. Nach der Entscheidung der Klub-Vertreter der Basketball-Bundesliga, die Saison zu Ende spielen zu wollen, bereitet sich die Mannschaft um Trainer Tuomas Iisalo nun auf die möglichen Spiele vor. Erste Details zum geplanten Turniermodus sind mittlerweile offiziell.

Crailsheim

Es scheint zunehmend wahrscheinlicher, dass die Saison mit einem speziellen Turnierformat weitergeführt werden kann. Die Entscheidung der Politik für eine Fortsetzung der Fußball-Bundesliga erhöht zusätzlich die Erfolgswahrscheinlichkeit des erarbeiteten Konzepts der Basketball-Bundesliga.

Der Standort steht mit München und dem Audi-Dome schon fest. Auch der Turniermodus ist beschlossene Sache: „In zwei Gruppen, bestehend aus je fünf Teams, spielt jede Mannschaft in einer einfachen Gruppenphase zunächst jeder gegen jeden. Das Viertel- und Halbfinale sowie das Finale um die deutsche Meisterschaft 2020 werden als Hin- und Rückspiel ausgetragen. Die Ergebnisse beider Spiele werden zu einem Endergebnis aggregiert. Ebenso wird es ein Hin- und Rückspiel nach der Gruppenphase um Platz 9 und 10 geben. Insgesamt sollen somit 36 Spiele stattfinden“, heißt es in der Pressemitteilung der Liga.

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Kreis Hall

In Gruppe A werden die Crailsheimer (4.) auf den FC Bayern München (1.), die EWE Baskets Oldenburg (5.), die BG Göttingen (8.) und Ratiopharm Ulm (9.) treffen. Gruppe B besteht aus den MHP Riesen Ludwigsburg (2.), Alba Berlin (3.), Rasta Vechta (6.), Brose Bamberg (7.) und den Fraport Skyliners Frankfurt (10.). Die Teams wurden gemäß ihrer Siegquote nach der Saisonpause gesetzt; somit ließen sich die bislang unterschiedlich viel absolvierten Partien umgehen. Für die Merlins bedeutete dies: Crailsheim (30:12 Punkte) hatte zum Zeitpunkt der Saisonunterbrechung Platz 3 inne, aber zwei Spiele mehr als Berlin (28:10) absolviert; die Zauberer rutschten in der korrigierten Tabelle also auf Platz 4 ab.

Die Saison beendet haben s.Oliver Würzburg, Basketball-Löwen Braunschweig, Medi Bayreuth, Jobstairs Gießen 46ers, Telekom Baskets Bonn, Syntainics MBC und Hamburg Towers, die nicht am Turnier teilnehmen werden. Es wird diese Saison keinen Absteiger aus der BBL geben.

Die Hakro Merlins haben nun das Training wieder aufgenommen. Dabei wird in Kleingruppen und unter Einhaltung aller vorgegebenen Hygiene- und Verhaltensvorgaben der Behörden trainiert. Mit Ausnahme von Aaron Jones, der aufgrund der erschwerten Reisebedingungen und seiner familiären Situation nicht mehr zurückkommen wird, befinden sich alle Spieler wieder in Crailsheim. Die erste Corona-Testreihe, die bei allen Spielern negativ ausgefallen ist und für zusätzliche Sicherheit sorgen soll, bildet die Basis für den Trainingsstart.

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Ulm

Derzeit offen bleibt nach wie vor, ob das Turnier wie geplant stattfinden darf und wann wieder als Mannschaft trainiert werden kann. Denn „die geplante Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebs setzt weiterhin die Genehmigung der zuständigen Behörden und der Politik voraus. Als Grundlage hierfür hat die BBL ihr Hygiene- und Sicherheitskonzept bei den zuständigen Behörden und politischen Stellen eingereicht“, heißt es vonseiten der BBL. Bis zum 18. Mai müssen nun die zuständigen Behörden grünes Licht geben, damit die zehn teilnehmenden Vereine in die notwendige Vorbereitung und in Quarantäne gehen können. Das Turnier muss vor dem 30. Juni beendet sein.

Der sportliche Leiter der Merlins, Ingo Enskat, begrüßt die vorsichtige Trainingsaufnahme: „Es ist schön, wieder Leben in der Halle zu haben, wieder Bälle auf dem Parkett aufprallen zu hören. Das ist einfach ein gutes Gefühl und große Motivation für uns alle.“ Kapitän Sebastian Herrera zeigt sich ebenfalls erfreut: „Wir müssen irgendwie versuchen, wieder in den Basketball-Alltag reinzukommen. Deshalb finde ich das Individualtraining eine gute Sache. Tuomas macht da gerade einen tollen Job.“

Dank an Sponsoren und Dauerkarteninhaber


Wie die Hakro Merlins Crailsheim mitteilen, erfahren sie im Moment große Unterstützung aus dem Umfeld. „Über 95 Prozent aller Dauerkarteninhaber verzichten mittlerweile auf eine mögliche Ticketrückerstattung. Auch von Sponsorenseite gibt es durchweg positive Rückmeldungen zur laufenden Saison und dem Verzicht von Regressansprüchen. Einmal mehr gilt es, ein riesiges Dankeschön an alle Unterstützer auszusprechen“, schreiben die Merlins in einer Pressemitteilung.