Reiten Reitevent: „Der Verdammte“ landet ganz oben

Vasil Ivanou auf Chiort Poberi.
Vasil Ivanou auf Chiort Poberi. © Foto: Fotoagentur Dill
Rot am See / Axel Rümmele 30.07.2018
Vasil Ivanou gewinnt den Großen Preis von Hohenlohe vor Christian Brühl und Stefanie Pape im Stechen.

Der Nürnberger Parcourschef Helmut Raatz hatte mit seinem Assistenten Peter Poschner für den Großen Preis von Hohenlohe am Sonntagnachmittag einen 510 Meter langen Parcours aufgebaut. Insgesamt waren 15 Sprünge über zwölf Hindernisse zu absolvieren, davon eine zweifache sowie eine dreifache Kombination. Ein Zehntel der 30 angetretenen Starter hatte es in der Springprüfung Klasse S** mit Stechen (1,45 Meter) durch eine fehlerfreie Runde ins Stechen geschafft, wo nochmals auf 220 Metern acht Sprünge in sieben Hindernissen inklusive einer zweifachen Kombination zu überwinden waren.

Vasil Ivanou (RC Eltmann) auf Chiort Poberi blieb im Stechen als einziger Starter fehlerfrei und sicherte sich damit in 39,18 Sekunden den Sieg im Großen Preis. Ursprünglich war der zwölfjährige Westfalen-Wallach Chiort Poberi nur schwer zu reiten gewesen, weswegen sein Name auf Deutsch übersetzt für „der Verdammte“ steht. Erst bei seinem jetzigen Besitzer und Reiter Ivanou fasste er Vertrauen und entwickelte sich zu einem Springpferd mit Starts auf internationalen Turnieren. Der Berufsreiter hatte 2013 für sein Heimatland Weißrussland an der Europameisterschaft im dänischen Herning teilgenommen und in Istanbul in der Türkei einen Sieg im Nationenpreis erringen können.

Die schnellste Runde im Stechen absolvierte Christian Brühl auf der 15-jährigen Oldenburger Stute Que Tal. Allerdings musste er einen Abwurf hinnehmen. Somit belegte er auf der Stute, mit der seine Frau bereits 2017 und 2015 den Großen Preis von Hohenlohe gewonnen hatte, den zweiten Platz. Den dritten Platz belegte Stefanie Pape (RSG Ostalb) auf dem achtjährigen Württemberger Wallach Crash mit ebenfalls einem Abwurf im Stechen.

Die übrigen Platzierten hatten einen Abwurf im Umlauf. Ivanou belegte auf Cortes den vierten Platz vor dem Sportsoldaten Julius Ehinger auf Borita (RC Riesbürg) von der Sportschule der Bundeswehr in der westfälischen Pferdestadt Warendorf.

Den sechsten Rang belegte die für die österreichische Mannschaft EM-Fünftplatzierte Lisa-Marie Räuber (RSZ Hohenzollern) auf Portos de la Cense. Ihr folgten nochmals Julius Ehinger auf Flying Princess auf dem siebten Rang sowie Tabea Lausenmeyer (RFV Frankenhardt) auf Chuanita, die kurz zuvor das goldene Reitabzeichen verliehen bekommen hatte.

Info

Alle Infos und Ergebnisse online unter www.reitevent.de

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel