Extremsport 301 Kilometer in sieben Tagen

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Crailsheim / pm 31.07.2018
Ulrich Tomaschewski ist zusammengezählt knapp 42 Stunden bergauf und bergab unterwegs.

Laufen im Urlaub ist eine feine Sache. Bei 301 Kilometern in sieben Tagen mit annähernd 7000 Höhenmetern wird dieser „All Inclusive“-Urlaub eher ein Ladenhüter als ein Renner. Veranstalter ist die tschechische Ultramarathonvereinigung, es sind Extremläufer, die an diesem Event teilnehmen. Die Laufdistanz beträgt siebenmal 43 Kilometer. 61 Läufer haben sich angemeldet. Wer es etwas einfacher haben will, kann drei Läufe über 43 Kilometer absolvieren. Das gibt zwei Ruhetage zwischen den Läufen zur Regeneration. Diese Variante haben sich 43 Läufer vorgenommen. Ein internationales Läuferfeld trifft sich, die Teilnehmer kommen aus Tschechien, Russland, Polen, Ungarn, Slowakei und Deutschland.

Unter den 15 Läufern aus Deutschland war Ulrich Tomaschewski aus Crailsheim. In Lomnice, 30 Kilometer von Brünn entfernt, angekommen, wurde sogleich das Quartier in einem Klassenzimmer eingerichtet. Die sechs Läufer im Zimmer kannten sich schon von gemeinsamen Läufen. Zusammengezählt hatten diese sechs Läufer 2600 Marathons in den Beinen.

Zwischen 22 und 29 Grad warm

Der Start zur ersten Etappe am Sonntag war für 14 Uhr angesetzt und war vom Profil ähnlich wie die nachfolgenden Etappen. Bergauf und bergab, Naturwege mit Steinen, Wurzeln durch Wald und Wiesen an Feldern vorbei. Auch ging es durch kleinere Ort­schaften. Die Temperaturen lagen bei den Etappen zwischen 22 und 29 Grad.

Der Tagesablauf war folgendermaßen: 7 Uhr Frühstück, anschließend ausruhen, 11 Uhr Mittagessen und Vorbereitungen zum Lauf treffen, 12.30 Uhr Abfahrt mit dem Bus zum Start. Um 14 Uhr erfolgte der Startschuss zum Marathon. Ulrich Tomaschewski benötigte von 5:37 Stunden (Etappe 5) bis 6:29 Stunden (Etappe 4) Laufzeit. Es kam auch vor, dass eine Streckenmarkierung übersehen wurde und daher noch einige Extrakilometer gelaufen wurden. Ulrich Tomaschewski ist das bei zwei Etappen passiert, damit wurden aus geplanten 43 Kilometern auch mal 45 Kilometer.

Der Zieleinlauf war immer an der Schule. War das Ziel gegen 20 Uhr erreicht, wurde umgehend geduscht, und danach ging es schnell zum Abendessen in ein nahes Wirtshaus. Bei der letzten Etappe konnte Ulrich Tomaschewski seine zweitbeste Zeit laufen, also waren die Kräfte gut eingeteilt. Für die insgesamt 301 Kilometer benötigte er 41:56 Stunden und war damit 30 Minuten schneller als im Vorjahr. 

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