Frauenhandball Zwei Torhüterinnen haben neue Klubs

Nicole Roths Vertrag bei der SG wird vorzeitig aufgelöst.
Nicole Roths Vertrag bei der SG wird vorzeitig aufgelöst. © Foto: Helmut Pangerl
Bietigheim-Bissingen / Andreas Eberle 14.04.2018

In der Handball-Bundesliga Frauen (HBF) ist die Luft raus, was den Titel- und den Abstiegskampf angeht. Mit dem Thüringer HC steht der neue Meister sechs Spieltage vor dem Saisonende angesichts sieben Zählern Vorsprung praktisch fest. Und der noch punktlose Aufsteiger HC Rödertal wird mit ziemlicher Sicherheit als einziger Klub den Gang in die Zweitklassigkeit antreten müssen. Spannend ist allerdings noch der Kampf um Rang zwei, den die SG BBM Bietigheim mit 31:9 Punkten einnimmt – und der die erneute Qualifikation für die Champions League bedeutet. Gerade der drittplatzierte Buxtehuder SV, der drei Zähler weniger auf dem Konto hat, könnte den Bietigheimerinnen noch gefährlich werden, zumal beide Teams in zwei Wochen in Buxtehude direkt aufeinandertreffen.

Ein Ausrutscher darf sich die klar favorisierte Spielgemeinschaft also im schwäbischen Duell an diesem Samstag (19 Uhr) beim TV Nellingen nicht erlauben. Die Ostfildern Hornets, so der Name dessen erster Mannschaft, stehen aktuell auf dem elften Platz. In der Vorrunde setzte sich Bietigheim locker mit 32:22 durch. Dennoch warnt SG-Trainer Martin Albertsen vor dem Gegner: „Ich bin mir sicher, dass es wieder ein schwieriges Spiel für uns wird. Nellingen ist ein Gegner, der es bereits vielen Mannschaften schwer gemacht hat.“

Derweil haben zwei Torfrauen aus seinem Kader einen neuen Klub für die nächste Runde gefunden: Die niederländische Nationalspielerin Tess Wester unterschrieb beim dänischen Erstligisten Odense Haandbold einen Dreijahresvertrag, und Nicole Roth zieht es zur Neckarsulmer SU – ihr eigentlich bis 30. Juni 2019 laufender Kontrakt wird zum Saisonende vorzeitig aufgelöst. Die 23-Jährige war im Sommer 2017 vom HC Leipzig nach Bietigheim gewechselt und wäre beim Noch-Meister hinter Neuzugang Dinah Eckerle und Valentyna Salamakha erneut wohl nur dritte Wahl. „Als Nicole Roth mit dem Wunsch an uns herantrat, eine andere sportliche Herausforderung zu suchen, wollten wir ihr keine Steine in den Weg legen. Aufgrund der Altersregelung war kein Zweitspielrecht mehr möglich“, sagt SG-Sportdirektor Gerit Winnen.