Fußball Wiens verwandelt zwei Strafstöße

Peter Wiens ist der Standardspezialist beim FV Löchgau. Beim 3:2 gegen Tübingen traf er zweimal vom Elfmeterpunkt.
Peter Wiens ist der Standardspezialist beim FV Löchgau. Beim 3:2 gegen Tübingen traf er zweimal vom Elfmeterpunkt. © Foto: Jan Simecek
Löchgau / Jan Simecek 10.09.2018

Spannender als unbedingt nötig hat es der FV Löchgau bei seinem zweiten Heimsieg nach der Rückkehr in die Fußball-Verbandsliga gemacht. Beim 3:2 gegen die TSG Tübingen führte die Elf von Thomas Herbst bis zur 87. Minute mit 3:0, musste in der Nachspielzeit aber noch um den Sieg bangen.

In der Anfangsviertelstunde suchten die Gastgeber noch ein wenig die Ordnung. Tübingen, das mit 71 Treffern in der vergangenen Saison den besten Angriff stellte, spielte gut mit und kam zu der einen oder anderen Chance. Die etwas besseren Chancen hatten aber ohnehin die Gastgeber. Und dann kam auch noch ein wenig Glück dazu. Als Terry Offei, der in der Spitze diesmal den Vorzug vor Marco Knittel erhalten hatte, in der 18. Minute im Strafraum angespielt wurde und versuchte, schnellstmöglich abzuschließen, bekam ein Tübinger die Hand nicht mehr aus der Schussbahn. Schiedsrichterin Karoline Wacker, die die Partie sehr souverän und mit klaren Ansagen leitete, zögerte keine Sekunde und entschied auf Strafstoß. Peter Wiens ließ sich die Chance zur Führung nicht entgehen.

Fortan hatte Löchgau die Partie noch besser im Griff, wirklich hochkarätige Chancen für die Gäste sprangen nicht mehr heraus, wenn auch die eine oder andere Szene dabei war, in der trotzdem ein Tor fallen hätte können. Die gefälligeren und gefährlicheren Angriffe kamen aber von der Herbst-Elf. Beispielsweise in der 39. Minute, als der Ball über links nach vorne getragen wurde. Pascal Wolter zog dann etwa Mitte der gegnerischen Hälfte Richtung Strafraumkante. Als er nicht ganz regelkonform gestoppt wurde, schien der Angriff aber beendet. Die Löchgauer setzten jedoch nach, das Leder kam zu Offei an die Strafraumkante. Der fackelte nicht lange, zog aus der Drehung ab und traf satt zum 2:0.

Tübingen hatte nicht schlecht mitgespielt, lag aber deutlich zurück und hatte nach der Pause kaum noch eine Chance. Löchgau lief früh an, ließ den Ball kaum einmal bis zum eigenen Strafraum durchkommen und wenn, dann so, dass er nicht sofort zu verwerten war. Alle potenziell brenzligen Situationen wurden frühzeitig geklärt. Auf der Gegenseite erarbeitet man sich die eine oder andere Konterchance, verpasste es aber, frühzeitig für die Entscheidung zu sorgen. Die schien dann in der 78. Minute zu fallen. Der eingewechselte Fabian Gurth wurde nach einer Flanke von rechts bei der Ballannahme am langen Pfosten sehr vehement angegangen und kam zu Fall. Auch wenn die Gäste protestierten, die Unparteiische zeigte zum zweiten Mal auf den Punkt. Wiens trat zum zweiten Mal an und versenkte das Leder eiskalt im rechten Knick.

TSG kommt noch heran

Tübingen versuchte in der Folge, auch angestachelt durch die ihrer Meinung nach falsche Elfmeterentscheidung, letzte Kräfte freizumachen. Kapitän Lars Lack trieb in der 87. Minute den Ball auf rechts nach vorne und kam prompt am Strafraumeck zu Fall. Diesmal zögerte Karoline Wacker ein wenig, pfiff dann aber doch. Diesmal protestierten die Gastgeber, Lack selbst verwandelte zum 3:1. Zunächst sah es nur nach einem Schönheitsfehler aus. Doch in der ersten Minute der Nachspielzeit narrte der eingewechselte Tim Schöller links im Strafraum gleich zwei Löchgauer, traf mit einem Schlenzer ins lange Eck. Plötzlich war die TSG Tübingen auf 3:2 herangekommen.

Die Gäste witterten nun noch einmal Morgenluft und hatten beinahe sogar noch Erfolg. Nach einer Flanke klärten die Löchgauer so ungeschickt zur Ecke, dass dabei das eigene Tor in Gefahr kam. Nach der anschließenden Ecke klärten sie sogar an die eigene Latte. Direkt danach war Schluss und die Erleichterung beim Gastgeber groß. „Ich glaube, 87 Minuten haben wir unser bestes Saisonspiel gemacht und waren viel näher dran, das 4:0 zu machen. Wir haben es aber versäumt, noch deutlicher den Sack zuzumachen. Und dann sieht man, wie schnell es gehen kann, wenn so ein bisschen Spannungsabfall da ist“, fasste Thomas Herbst das Spiel zusammen. Obwohl er aus einer insgesamt starken Mannschaft niemanden herausheben wollte, gab es dennoch Sonderlob für Terry Offei und Terry Asare, aber auch für  Moritz Haile. „Er hat gegen Lars Lack keinen einzigen Zweikampf verloren“, lobte Herbst.

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