Leichtathletik Weller und Hepperle in Topform

mg 31.07.2018

Mit Marie Weller und Felix Hepperle ragten zwei Athleten der LG Neckar-Enz bei zwei hochkarätigen Wettbewerben heraus. Weller belegte bei den deutschen Meisterschaftern der U 20 in Rostock über 800 Meter Platz vier. Zehnkämpfer Hepperle gewann mit der deutschen Mannschaft in Knoxville den Thorpe-Cup, einen Leichtathletik-Vergleichskampf zwischen den USA und Deutschland.

 Marie Weller (TSV Bietigheim) setzte sich in Rostock in der Qualifikation über die doppelte Stadionrunde so weit vom Rest des Felds ab, so dass sie sich souverän fürs Finale in 2:15,77 Minuten qualifizierte. Dort war sie aufmerksam unterwegs und hielt sich immer in der Spitzengruppe auf, womit sie auch nicht in den Sturz im hinteren Teil des Felds verwickelt wurde. Eine halbe Runde vor Schluss war sie immer noch nicht von den Medaillenkandidatinnen abgeschüttelt. Im harten Endspurt kam sie mit guten 2:13,06 Minuten auf den vierten Rang.

LG-Rekord verbessert

Gleich zweimal verbesserte die 4x100 Meterstaffel bei der U 18 den LG-Rekord und erreichte im B-Finale Platz zwei.  Die formstarke Klara Brosi (VfL Gemmrigheim) ersetzte kurzfristig Laura Schäfer (Spvgg Besigheim) als Startläuferin. Vom Start weg mischte die LG-Staffel gut mit, was sich auf der Gegengerade mit Emma Sieder (TSV Bönnigheim) genauso wie in der Kurve bei Selina Mahl (VfL Gemmrigheim) fortsetzte. Tabea Tempel (TSV Bietigheim) konnte das Quartett in einem neuen LG-Rekord als Dritte des Vorlaufs in 49,13 Sekunden über die Ziellinie führen. Damit wurde der  Einzug ins B-Finale gefeiert. Derart euphorisiert schob sich das Quartett noch weiter nach vorne.  Brosi und Sieder führten die Sprintstaffel an die Spitze, während Mahl dann als Vierte das Staffelholz übergeben konnte. Dort flog Tempel noch an zwei Konkurrentinnen vorbei. Mit einer erneuten Steigerung auf 49,10 Sekunden erreichten die vier den zweiten Rang im B-Endlauf. Melanie Böhm (Spvgg Besigheim) versuchte bei stürmischen Bedingungen über 400 Meter Hürden der U 20 das Finale zu erreichen. Doch die Vorbereitungszeit nach einer Bänderverletzung erwies sich als zu knapp. Ihre 64,45 Sekunden als Vierte ihres Vorlaufs reichten nicht für den Endlauf. Auch bei Jonte Fischer (VfL Gemmrigheim) war die Vorschlussrunde die Endstation. In seinem Lauf ging es eng zu. Als dann vorne die Post beim 800 Meterrennen der U 20 abging, fand er sich eingekesselt wider und so verlor er an Boden und kam auf eine Endzeit von 1:55,35 Minuten.

Speerwerfer Marius Langjahr (TSV Bönnigheim) hatte wie die Konkurrenz mit dem Sturm zu kämpfen. Im zweiten Versuch erwischte er einen geglückten Wurf auf die Marke von 58,53 Metern. Danach musste er zittern, denn ein Großteil des Teilnehmerfelds der U 18 hatte noch bessere Vorleistungen aufzuweisen. Doch die Überraschung gelang, er durfte noch drei weitere Versuche absolvieren. Eine Steigerung war dann nicht mehr drin, Marius Langjahr erreichte aber den siebten Platz.

Hepperle steigert Ausbeute

Der Thorpe-Cup scheint der Wettbewerb von Felix Hepperle zu sein. Wie auch in den Vorjahren trumpfte der Zehnkämpfer der LG Neckar-Enz dort stark auf. Der Bönnigheimer steigerte seine Bestleistung auf 7763 Punkte. Als Fünfter der Einzelwertung trug er dabei maßgeblich zum knappen Erfolg von Deutschland gegen die USA beim traditionsreichen Vergleich in Knoxville bei. Dabei erwischte  Hepperle einen furiosen Auftakt. In 10,93 Sekunden über 100 Meter fehlte lediglich eine Hundertstel zu seiner Bestleistung. Die glückte im Anschluss beim Weitsprung. Mit 7,47 Metern legte der Mann von der LG Neckar-Enz einen ganz weiten Satz hin, die beste Leistung aller Teilnehmer. Im Kugelstoßen bewegte er sich mit 12,48 Meter im Rahmen seiner Möglichkeiten. Der Hochsprung zählt wieder zu seinen stärkeren Disziplinen, was er mit guten 1,93 Meter untermauerte. Bei der Stadionrunde merkte man ihm die Schwächung durch die Sommergrippe an. Somit kam er über 400 Meter auf 49,01 Sekunden.

Über 110 Meter Hürden blieb Hepperle an der fünften Hürde hängen. Dennoch rettete er sich in 15,44 Sekunden ins Ziel, womit er weiter auf Kurs zur Bestleistung bleiben konnte. Im Diskuswurf zeigte er sich mit 40,13 Metern. Beim Stabhochsprung bewältigte Hepperle sicher die 5,01 Meter. Nach einem folgenden nötigen Stabwechsel auf ein härteres Modell kam er nicht mehr in diese Disziplin hinein.

Der Speer flog auf gute 53,25 Meter, womit er alle Voraussetzungen für ein Topresultat schuf. Mit einem letzten Einsatz erreichte der Athlet der LG Neckar-Enz dann 4:35,54 Minuten auf der 1500 Meterstrecke. So konnte Felix Hepperle seinen eigenen LG-Rekord um über 60 Zähler auf 7763 Punkte schrauben.

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