Basketball Viele Körbe am Valentinstag

Riesen-Topscorer Elgin Cook (links) und MBC-Profi Djordje Pantelic prallen im Zweikampf aufeinander. 
Riesen-Topscorer Elgin Cook (links) und MBC-Profi Djordje Pantelic prallen im Zweikampf aufeinander.  © Foto: Marco Wolf
Ludwigsburg / . Von Andreas Eberle 15.02.2018

Mit einem Erfolgserlebnis wollte John Patrick in die zweiwöchige Länderspiel-Pause gehen. Die MHP Riesen Ludwigsburg nahmen sich die Forderung ihres Trainers am Valentinstag zu Herzen und schlugen den Mitteldeutschen BC mit 99:77.  Damit bleiben sie den zweitplatzierten Albatrossen aus Berlin, die am Mittwoch gegen Oldenburg ebenfalls gewannen, in der Bundesliga-Tabelle auf den Fersen.

Zum Ludwigsburger Topscorer avancierte Elgin Cook. Der US-Amerikaner legte einen selbstbewussten Auftritt hin und brachte es auf 20 Zähler, davon allein 16 in der ersten Hälfte. Auch Adika Peter-McNeilly, Justin Sears, Adam Waleskowski und Thomas Walkup punkteten zweistellig. Beim Aufsteiger glänzten Lamont Jones mit ebenfalls 20 Punkten sowie Sergio Kerusch. Letzterer steuerte 16 Zähler für den MBC bei und versenkte alle seine vier Fernwürfe.

Evans fehlt weiter verletzt

Die  Riesen, die  erneut auf Dwayne Evans (Muskelblessur) sowie den Langzeitverletzten Johannes Thiemann verzichten mussten, machten gegen den MBC dort weiter, wo sie vier Tage vorher in Bonn beim Karnevalspiel aufgehört hatten – mit einem Offensivspektakel. Und da auch die „Wölfe“ aus Weißenfels zunächst hochprozentig trafen, bekamen die 3251 Zuschauer in der MHP-Arena viele Körbe zu sehen. Mit 31:24 ging das erste Viertel letztlich an Ludwigsburg – auch dank der Dreier von Kerron Johnson, Peter-McNeilly und David McCray.

Im zweiten Spielabschnitt wurde die Ludwigsburger Trefferquote etwas schwächer, ohne dass die Patrick-Schützlinge allerdings die Spielkontrolle verloren. Doch die Gäste ließen sich zunächst nicht abschütteln und waren nach einem Dreier von Kerusch zum 33:37 (14.) wieder auf vier Zähler dran. In den letzten sechs Minuten bis zur Pause warfen die Riesen eine solide, aber keineswegs uneinholbare 52:42-Halbzeitführung heraus.

Im dritten Viertel erwischten die Mannen in den gelben Trikots einen Traumstart und zogen mit einem 9:2-Lauf sowie einem spektakulären Dunking von Cook auf 61:44 davon (24.). Nach einer Auszeit der Gäste kam das Team aus Weißenfels noch zweimal auf zehn Zähler heran, aber letztlich entschieden die Riesen auch diesen Durchgang für sich und gingen so mit einer 72:59-Führung und 13 Punkten Vorsprung ins Schlussviertel.

Dort brachte Kerusch die Mitteldeutschen mit seinem vierten Dreier letztmals auf zehn Zähler heran (31.), aber wie gehabt hielt Ludwigsburg den Tabellen-14. auf Distanz und war beim 79:62 (34.) eigentlich fast schon durch. Die Führung schmolz zwar zwischenzeitlich noch einmal auf elf Punkte zusammen. Dank eines furiosen Schlussspurts feierten die Riesen aber einen standesgemäßen  99:77-Erfolg. Nach knapp zwei Wochen Pause geht es für die Patrick-Schützlinge am 28. Februar in der Bundesliga mit der Heimpartie gegen den Erzrivalen Ratiopharm Ulm  weiter.

MHP Riesen bekommen es mit Oldenburg zu tun

Im Achtelfinale der Champions League treffen die MHP Riesen Ludwigsburg auf die EWE Baskets Oldenburg. Dies ergab die Auslosung am Mittwoch im „House of Basketball“ des Verbands FIBA im schweizerischen Mies. Das Hinspiel wird am 6. oder 7. März in Oldenburg ausgetragen. Das Rückspiel in der MHP-Arena steigt dann am 13. oder 14. März. Das kombinierte Ergebnis aus beiden Partien entscheidet über das Weiterkommen. Auch der mögliche Viertelfinalgegner steht bereits fest. Dies wird entweder Medi Bayreuth oder Besiktas Istanbul sein. Das Viertelfinal-Hinspiel würde in Ludwigsburg am 27. und 28. März stattfinden, das Rückspiel in fremder Halle dann am 3. und 4. April. bz