Beachvolleyball VC Freudental ist deutscher Meister

So jubelt der siegreiche Vertreter aus Württemberg: Trainer Andreas Büdenbender, Zoe Welz, Emely Joos, Leonie Büdenbender und Kim Prade (von links) freuen sich über ihren DM-Titel.
So jubelt der siegreiche Vertreter aus Württemberg: Trainer Andreas Büdenbender, Zoe Welz, Emely Joos, Leonie Büdenbender und Kim Prade (von links) freuen sich über ihren DM-Titel. © Foto: VC Freudental
Freudental / Andreas Eberle 11.07.2018

Zum ersten Mal ist ein Klub aus Freudental deutscher Meister geworden: Die vier U-15-Mädchen Kim Prade (13), Zoe Welz (14), Emely Joos (14) und Leonie Büdenbender (14) vom VC Freudental haben am Wochenende in Hamburg bei den deutschen Vereinsmeisterschaften im Beachvolleyball den Titel geholt. „Das ist der absolute Hammer. Ich kann es immer noch nicht glauben. Wenn ich daran denke, bekomme ich eine Gänsehaut“, sagt Andreas Büdenbender, der Trainer, Vereinschef und Vater einer Spielerin in Personalunion.

In einem dramatischen Finale setzte sich der Freudentaler Nachwuchs gegen den SV Rasensport Lathen, einen weiteren DM-Debütanten, mit 3:2 durch. Die Partie wurde im „Golden Set“, also einem finalen Durchgang, entschieden – und dort bewies die Vierermannschaft aus dem Kreis Ludwigsburg Nervenstärke. Mit 15:12 behielt sie gegen die Niedersächsinnen die Oberhand. Damit hat das talentierte Team nach dem Titelgewinn vor einem Monat bei der württembergischen Beachvolleyball-Meisterschaft in Flacht nun auch auf nationaler Ebene triumphiert. In der regulären Volleyball-Hallenrunde hatte der VC Freudental außerdem bereits die württembergische U-15-Meisterschaft (Viererfeld) und den U-16-Jugendpokal (Sechserfeld) geholt.

Beim DM-Turnier in Hamburg traten bei den Jungen und den Mädchen die jeweils 16 besten U-15-Teams Deutschlands an. In vier Vierergruppen ging es ums Weiterkommen. Die Freudentalerinnen starteten mit einer 1:3-Niederlage gegen den Vizemeister SC Potsdam in die Vorrunde. Mit zwei 3:1-Siegen gegen die DJK TuSa Düsseldorf und den SSV Mannheim-Vogelstang qualifizierten sich die Büdenbender- Schützlinge als Gruppenzweiter für die Zwischenrunde. Dort fertigten sie den TuS Kriftel aus Hessen mit 4:0 ab.

Im Halbfinale waren die groß gewachsenen, aber eher unbeweglichen Spielerinnen des Volley-Teams Berlin der Gegner. Nachdem Emely Joos und Zoe Welz ihr Auftaktmatch verloren hatten, bekam der VC doch noch die Kurve und feierte einen 3:1-Erfolg. Und im Endspiel gegen Lathen setzten sich die Freudentalerinnen dann die Krone auf und sicherten sich die Goldmedaille.

„Wir haben uns während des dreitägigen Turniers voll auf den Sport konzentriert“, sagte Coach Büdenbender. Darum übernachtete die Mannschaft auch nicht im Matratzenlager in einer Schule wie die meisten anderen Teams, sondern logierte in einer Ferienwohnung. Auch ein Hamburg-Trip fiel aus, während es die Konkurrenz zu den Landungsbrücken oder ins Hard Rock Cafe zog. Dafür stimmten sich die Freudentalerinnen auf ihren großen Auftritt auf Sand ein.

Raplied zur Motivation

Die verschworene Gemeinschaft, die seit fünf Jahren zusammenspielt, suchte sich zur Motivation sogar ein Einmarschlied aus: den Song „Erfolg ist kein Glück“ des deutschen Rappers Kontra K. Mit dieser Musik aus dem Aktivlautsprecher liefen die VC-Spielerinnen in ihren Trikots durch den Hamburger Stadtpark zur dortigen Beachvolleyball-Anlage. „Das sah für Passanten sicherlich befremdlich aus, aber das sind eben die paar Prozente, die es letztlich ausmachen“, sagte Andreas Büdenbender augenzwinkernd.

Modus und Teilnehmer beim DM-Finale

Die deutsche Vereinsmeisterschaft im Beachvolleyball wird nur in der Altersklasse U 15 männlich und weiblich ausgetragen. Teilnahmeberechtigt sind die Meister – und als Nachrücker auch die Vizemeister – der 17 Landesverbände. In der Vorrunde kämpfen die jeweils 16 Teams in vier Viergruppen ums Weiterkommen. Es folgen eine Zwischenrunde sowie Viertelfinale, Halbfinale und Finale. Ein Spiel ist in vier Begegnungen unterteilt. Zunächst treten zwei Doppel gegeneinander an. Das Duo, das als erstes 21 Punkte gesammelt hat, gewinnt und erhält einen Zähler. Es folgt ein Duell vier gegen vier mit zwei Sätzen bis jeweils 15 Punkte. Pro gewonnenen Satz gibt es einen weiteren Zähler. Bei einem 2:2-Gleichstand fällt die Entscheidung in einem „Golden Set“ (bis 15 Punkte), bei dem eine Mannschaft ein Doppel nach Wahl aufstellt. Der Sieger hat die Partie gewonnen. ae

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