Als Titelverteidiger galten Bad Skid als Favorit, und sie sind dieser Rolle vollauf gerecht geworden. Die Spielgemeinschaft aus Spielern aus Bönnigheim, Gemmrigheim, Heilbronn und Bad Rappenau hat das Vorrundenturnier zur deutschen Meisterschaft im Ultimate Frisbee auf heimischem Gelände in Gemmrigheim gewonnen. Nach fünf Partien am Samstag und Sonntag standen fünf Siege zu Buche. Damit steht dem neunten Titel in Folge kaum noch etwas im Weg. Der wird dann am 7. und 8. September in Aachen ausgespielt.

Ausgerechnet im letzten Spiel des Tages tat sich der Serienmeister der vergangenen Jahre äußerst schwer. Eine Halbzeit lang schaffte es die heimische Spielgemeinschaft einfach nicht, gegen Heidee Heidelberg, die unter dem Dach des TV Eppelheim zuhause sind, davonzuziehen. Immer wieder ließ sich Bad Skid von weiten Zuspielen in die Endzone überraschen, brachte selbst einige Angriffe durch eigene Fehler nicht mit Erfolg zu Ende. Erst im zweiten Durchgang flutschte es dann besser. „Die Heidelberger sind aber auch seit Jahren einer unserer härtesten Gegner“, berichtet Marco Müller, der für den gastgebenden VfL Gemmrigheim aktiv ist.

Vielleicht war es hinten raus auch ein bisschen eine Konditionsfrage. Das Heimteam konnte auf 21 Spieler zurückgreifen, von denen immer sieben gleichzeitig auf dem Feld stehen, während es beim Gegner genau eine Garnitur weniger war. Trotz dieses Vorteils ist Müller froh, dass das Wetter am Wochenende extrem gut mitgespielt hat. „Es gab zwei katastrophale Szenarien: wenn es 40 Grad gehabt hätte, oder wenn der Starkregen am Samstag früher angefangen hätte. In beiden Fällen hätte man zwar trotzdem spielen können, aber es wäre weit unangenehmer geworden.“

So gab es mit zwei Spielfeldern und einer Übernachtungsmöglichkeit in der angrenzenden Sporthalle nahezu ideale Bedingungen, die die Gastgeber gleich einmal zu einem 15:9-Auftaktsieg gegen Bora aus Osnabrück und Beckum nutzten. Es folgte ein 15:7-Pflichtsieg gegen die am Ende sieglosen Hucks Ultimate aus Berlin. Der erste Tag wurde mit dem knappsten Sieg, einem 15:11 gegen die Hässlichen Erdferkel Marburg, beendet.

Der zweite Tag begann mit einem 15:10-Sieg gegen die zweite Mannschaft aus Kiel. Die Partie war überraschend knapp, denn die Nordlichter landeten am Ende ohne Sieg auf dem vorletzten Platz. Und dann folgte eben noch die Partie gegen Heidelberg. Damit war der Gruppensieg unter Dach und Fach. Heidelberg erwies sich tatsächlich als stärkster Konkurrent, landete mit nur einer Niederlage auf dem zweiten Rang. Die Frizzly Bears vom kommenden Endrunden-Gastgeber Aache hatten auch nur eine Niederlage zu Buche stehen und landeten auf Rang drei. Der Spielplan hatte sie von einem Duell mit Bad Skid verschont. Vierter wurde Frank N. aus Bamberg, die ebenfalls nicht gegen den Serienmeister antreten mussten. Alle vier Teams werden nach aktuellem Stand bei der Finalrunde in Aachen dabei sein. Allerdings werden dort noch die Partien gespielt, die es an diesem Wochenende nicht gab.

Die zweite Vorrunde wurde in Darmstadt gespielt. Dort blieben 7Schwaben Stuttgart und Wall City Berlin ohne Niederlage. M.U.C. München und die Gastgeber Ars Ludendi landeten mit je zwei verlorenen Partien auf den Plätzen. M.U.C. waren im Vorjahr noch Finalgegner von Bad Skid gewesen, hatten im Halbfinale Family Ultimate aus Düsseldorf geschlagen, die momentan als Fünfter mit drei Niederlagen nicht in der K.o.-Runde dabei wären.