Frauenhandball Trainingseinheit gegen das Bundesliga-Schlusslicht

Rechtsaußen Angela Malestein war mit acht Treffern gleichauf mit Linksaußen Fie Woller beste Werferin der SG BBM Bietigheim. Gelegentlich versuchte sie auch, ein wenig für die Galerie zu spielen, was nicht immer gelang.
Rechtsaußen Angela Malestein war mit acht Treffern gleichauf mit Linksaußen Fie Woller beste Werferin der SG BBM Bietigheim. Gelegentlich versuchte sie auch, ein wenig für die Galerie zu spielen, was nicht immer gelang. © Foto: Martin Kalb
Von Jan Simecek 17.01.2019

Letztlich hatte Trainer Martin Albertsen umsonst gewarnt. Die Handballerinnen der SG BBM Bietigheim gewannen am Mittwochabend vor 610 Zuschauern in der Viadukthalle relativ locker gegen Schlusslich SV Union Halle-Neustadt mit 36:19. Zwischendurch spielten die Bietigheimerinnen sogar ein wenig für die Galerie und Albertsen deklarierte das Duell kurzerhand zum perfekten Training für das bevorstehende Auswärtsspiel im EHF-Pokal in Esbjerg.

Schon nach gut zwei Minuten zogen die Gastgeberinnen dem Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt den Zahn, eventuell mitspielen zu können. Valentyna Salamakha hielt einen Siebenmeter von Nadine Smit, der zum 1:1 geführt hätte. Stattdessen erhöhten Kapitänin Karolina Kudlacz-Gloc und Fie Woller nach dem Führungstreffer von Woller auf 3:0. Halle-Neustadt verkürzte zwar danach, doch näher ließen die Bietigheimerinnen den Aufsteiger nur noch einmal heran. Beim 4:3 durften die Gäste noch einmal daran schnuppern, wie es sein könnte, in Führung zu gehen. Doch im Gegenzug erzielte Angela Malestein per Siebenmeter den fünften Treffer, den Anna Loerper zwei Minuten zuvor von der Linie verpasst hatte, weil sie das Lattenkreuz traf. Aus dem 5:3 wurde schnell ein 8:3, weil die Bietigheimer Defensive um Maura Visser konsequent zupackte und dicht machte und die Unionerinnen damit zu Fehlern zwang.

Schon in dieser frühen Phase nahm Albertsen Visser in der Offensive auf die Bank, um sie zu schonen. In den letzten rund zehn Minuten Pause kamen dann auch noch Ines Ivancok und Kim Braun ins spiel, die des öfteren schon ganz ohne Einsatzminute geblieben waren. Braun hatte ein wenig Pech, scheiterte mit allen Wurfversuchen an der sehr starken Torhüterin Anica Gudelj. Ivancok kam insgesamt auf drei Treffer, deutete an, dass sie immer eine Alternative ist.

In der zweiten Hälfte nahmen es die Gastgeberinnen ein wenig Lockerer, vor allem die rechte Rückraumspielerin Viktoria Divak fand nun immer wieder Lücken, fügte zu ihrem einen Treffer aus der ersten Hälfte fünf weitere hinzu. Lockerer nahmen es die Bietigheimerinnen aber auch in der Offensive. Wie Malestein, die einen Tempogegenstoß in der 36. Minute mit einem Trickwurf hinter dem Rücken abschließen wollte und nur die Latte traf.

Dafür erzielte die Holländerin noch ein ganz kurioses Siebenmetertor zum 30:15. Eigentlich traf sie nur die Latte, doch der Ball prallte an die Hacken von Torhüterin Gudelj und von dort ins Netz. Letztendlich war es aber auch egal, auch wenn der eine oder andere Zuschauer über solche Aktionen meckerte. Denn der Sieg der SG BBM war nie gefährdet und fiel letztlich auch standesgemäß aus.

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