Nach dem 2:1-Sieg beim SV Breuningsweiler bietet sich den Fußballern des FV Löchgau an diesem Mittwoch (19.30 Uhr) zu Hause die nächste Gelegenheit, Boden gutzumachen und ins obere Tabellendrittel der Landesliga, Staffel 1, vorzustoßen. Dabei bekommt es die Mannschaft von Trainer Thomas Herbst mit Tabellenschlusslicht TSG Öhringen zu tun. Während der FVL den Sprung vom neunten auf den sechsten Tabellenplatz anpeilt, geht es für den Klub aus dem Hohenlohekreis darum, die rote Laterne an den SV Leingarten abzugeben. Am Sonntag (14.30 Uhr) sind die Löchgauer dann beim TV Pflugfelden zu Gast.

Der Trend ist vor der englischen Woche eindeutig: Während die Gastgeber in den letzten sechs Ligaspielen fünfmal siegreich waren und sich nur eine Niederlage gegen Oeffingen einfingen, liest sich die Statistik der Öhringer genau umgekehrt: Nach dem Heimsieg Ende September gegen Germania Bietigheim gingen sie in allen fünf nachfolgenden Partien als Verlierer vom Platz.

Trotz der offensichtlichen Favoritenrolle warnt FVL-Coach Herbst vor einer übertriebenen Erwartungshaltung: „Alle unsere Siege waren enge Siege. Wir werden sicher nicht den Fehler machen, den Gegner zu unterschätzen.“ Eine gegnerische Stärke sieht er vor allem in der individuellen Klasse einiger Spieler. So verfügt die TSG mit Jonathan Baur und Mert Sipahi über zwei Futsal-Nationalspieler, welche übrigens auch der Grund für die ungewöhnliche Anstoßzeit am Mittwochabend waren. Denn deren Nominierung durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) gab den Öhringern das Recht auf die Verlegung des Spiels.

Offensive läuft auf Hochtouren

Fürchten müssen sich die Löchgauer vor der anstehenden Aufgabe aber nicht. So läuft die Offensive um Top-Torschütze Tim Schwara seit Wochen auf Hochtouren, während es im Kasten der Hohenloher in den vergangenen sechs Begegnungen ganze 17 Mal klingelte. „Entscheidend wird sein, dass wir die Öhringer Aktionen kontrollieren und selbst gut mit unserem Ballbesitz umgehen“, gibt Herbst die Marschrichtung vor. Die Voraussetzungen dafür sind auch aus personeller Sicht alles andere als schlecht: Außer dem angeschlagenen Cihat Aytac, dessen Einsatz noch fraglich ist, sind alle Mann mit an Bord.