Seinen ersten Auftritt für den TTC Bietigheim-Bissingen bei einem Turnier des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) hatte sich Jeromy Löffler ganz anders vorgestellt. Der Neuzugang des Regionalligisten ging beim Top 48 im bayerischen Gaimersheim als Topfavorit in der Jungen-18-Konkurrenz an den Start und musste die erste große nationale Veranstaltung in dieser noch jungen Saison bereits nach drei Runden beenden. Das Talent aus dem Schwarzwald hatte sich aufgrund einer Magenverstimmung mehrfach übergeben müssen und stieg nach drei Niederlagen aus. „Ein Weiterspielen machte keinen Sinn mehr“, sagte Verbandstrainerin Martina Schubien. Im Hinblick auf das Top-24-Bundesranglistenturnier am 23. und 24. November in Landsberg (Sachsen-Anhalt) hofft Löffler nun auf einen von insgesamt vier Verfügungsplätzen, die der Ausschuss für Jugendsport des DTTB in Kürze vergeben wird.

Startplätze für die Kaufmanns

Zwei Talente aus Bietigheim-Bissingen, die inzwischen für die SV Böblingen aufschlagen, werden in Landsberg auf jeden Fall an den Start gehen. Bei den Mädchen 15 hat Annett Kaufmann einen Startplatz erhalten und musste aufgrund ihrer Teilnahme am Europe-Top-Ten-Turnier im September nicht das Top 48 vor zwei Wochen spielen. Alexandra Kaufmann löste das Top-24-Ticket im Mädchen-18-Wettbewerb durch Rang fünf in Gaimersheim.

Nach ihrem Triumph beim Top 48 vor einem Jahr hatte sich Alexandra Kaufmann nicht nur die Qualifikation zum Top 24 vorgenommen. „Ich wollte unter die Top vier kommen. Das ist mir leider knapp nicht gelungen. Insgesamt bin ich mit meinem Abschneiden aber schon zufrieden.“ In einer sehr starken und ausgeglichenen Vorrundengruppe holte sich Kaufmann aufgrund des besseren Satzverhältnisses gegenüber Lisa Göbecke (Torpedo Göttingen), Chiara Steenbuck (TSV Schwarzenbek) sowie Milena Burandt (DJK Ettmannsdorf) den ersten Platz. Die 2:3-Niederlage gegen Göbecke – die Bietigheimerin verspielte im Entscheidungssatz einen 5:2-Vorsprung – nahm Kaufmann mit in die Zwischenrunde. Zwei 3:2-Erfolge über Karina Gefele (DJK Heusweiler) und Lea Lachenmayer (TTC Frickenhausen) bedeuteten hinter der späteren Silbermedaillengewinnerin Lisa Göbecke den zweiten Rang und in der Gesamtwertung Position fünf.