Eishockey Swinnen und Hauner drehen auf

Der bärenstarke Norman Hauner (links) führte die Bietigheim Steelers mit zwei Vorlagen und einem eigenen Treffer zum 5:3-Heimsieg über den EC Bad Nauheim.
Der bärenstarke Norman Hauner (links) führte die Bietigheim Steelers mit zwei Vorlagen und einem eigenen Treffer zum 5:3-Heimsieg über den EC Bad Nauheim. © Foto: Martin Kalb
Von Mathias Schmid 13.10.2018

Die Bietigheim Steelers schwimmen wieder auf der Erfolgswelle. Das hochverdiente 5:3 am Freitagabend gegen den EC Bad Nauheim war der dritte Sieg in Serie. Dabei überzeugte das Team von Trainer Hugo Boisvert auch spielerisch. Dass der DEL2-Meister nach drei Niederlagen in Serie nun dreimal jubeln durfte, kommt nicht von ungefähr. Boisvert scheint an den richtigen Stellschrauben gedreht zu haben: Die Angriffsbemühungen der Steelers wirken gezielter, auch in der Defensive steht das Team besser. Und die Harmonie wächst. Das wurde am Freitag vor allem an Dennis Swinnen und Norman Hauner deutlich. Die Kombination war zweimal erfolgreich.

Die Steelers waren im ersten Drittel klar spielbestimmend. Dann schlugen besagte zwei Angreifer erstmals zu: Nach Zuspiel von Hauner stand Swinnen mutterseelenalleine vor dem Nauheimer Gehäuse. Da war auch Hendrik Hane machtlos (8.). Der bis dato starke EC-Keeper hatte zuvor gleich mehrere erstklassige Möglichkeiten der Steelers zunichtegemacht. Matt McKnight hatte die erste davon, als er in Unterzahl allein aufs Gäste-Tor zulief, aber nicht platziert genug abschloss (7. Minute). Auch Frederik Cabana (8./11.) scheiterte, ebenso Willie Corrin (16.). Auf der anderen Seite war Steelers-Torhüter Sinisa Martinovic da, wenn er gebraucht wurde, wie bei einer Doppelchance der Gäste gegen Sylvester Cody und Garret Pruden (13.) und im Duell mit Daniel Ketter (6.).

In Durchgang zwei entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Zunächst durfte Bad Nauheim jubeln, als Maximilian Hadraschek auf Zuspiel von James Livingston erfolgreich war (24.). Matt McKnight schlug im direkten Gegenzug zurück. Nach Zuspiel von Marcus Sommerfeld ließ er Hane keine Chance. Dann waren wieder die Gäste am Zug. Radek Krestan narrte Martinovic mit einem Bauerntrick, der Steelers-Rückhalt war nach der Torumrundung des Angreifers nicht schnell genug auf dem Posten (27.).

Hauner schaut gar nicht hin

Doch erneut dauerte es nur kurz, ehe die Steelers antworteten. Sommerfeld stand nach Pass von Alexander Preibisch richtig. Den Schuss lenkte Hane mit dem Bein selbst ins Tor (29.). Den schönsten Treffer des Abends ließ Swinnen nach 36 Minuten folgen. Wiederum schlug dabei die Kombo Hanuer-Swinnen zu – und wie: Hauner bediente den im Rücken lauernden Teamkollegen mit einem No-Look-Pass, mit dem offenbar nur einer gerechnet hatte: der Torschütze. In den letzten vier Minuten im zweiten Drittel hätten die Steelers den Vorsprung gar noch weiter nach oben schrauben können.

Den dritten Spielabschnitt gingen die Gastgeber dann kontrolliert an und hielten Bad Nauheim geschickt vor eigenen Tor fern. Die wussten sich wiederholt nur mit einem Icing zu helfen. Sechs Minuten vor dem Ende durfte der Doppel-Vorlagengeber selbst über ein Tor jubeln. Hauner zimmerte die Scheibe nach einem Querpass von Yannick Wenzel ins Netz. Nach dem 3:5 durch Daniel Stiefenhofer keimte bei Bad Nauheim noch mal Hoffnung auf. Doch die machte Mike Dalhuisen mit einem unnötigen Crosscheck und der daraus resultierenden Zeitstrafe zunichte. Die Steelers nutzten dieses Powerplay für ein paar Versuche aus der Distanz.

So spielten sie

Steelers - Bad Nauheim

5:3

Drittel: 1:0, 3:2, 1:1.
Tore:
1:0 Swinnen (20.), 1:1 Hadraschek (24.), 2:1 McKnight (24.), 2:2 Krestan (27.), 3:2 Sommerfeld (29.), 4:2 Swinnen (36.), 5:2 Hauner (54.), Steifenhofer (58.)
Strafminuten:
6 (3 Strafen) – 2 (1 Strafe).
Schiedsrichter:
Roland Aumüller (Planegg), Marcus Brill (Zweibrücken).
Zuschauer:
2111.

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