Eishockey Steelers verzichten auf Bewerbung

Volker Schoch will mit den  Steelers sportlich aufsteigen.
Volker Schoch will mit den Steelers sportlich aufsteigen. © Foto: Martin Kalb
Bietigheim-Bissingen / Andreas Eberle 15.02.2018

Die Bietigheim Steelers werden die von der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) geforderte Sicherheitsleistung in Höhe von 100 000 Euro für ein etwaiges Lizenzierungsverfahren um einen Platz in der Eliteklasse nicht hinterlegen. Dies beschlossen die Verantwortlichen des DEL-2-Spitzenreiters bei einer Sitzung am Mittwochabend, an dem Aufsichtsrat und Geschäftsführung teilnahmen. Die Frist läuft an diesem Donnerstag ab.

„Wir kämpfen nach wie vor auf breiter Front für den sportlichen Aufstieg. Darauf zu hoffen, dass ein Verein in der DEL bankrottgeht, widerspricht dieser Linie“, sagte Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch. Er habe beim Fan-Treffen in der vergangenen Woche von der Basis entsprechenden Rückhalt für einen Verzicht erfahren: „Die Mehrheit unserer Fans ist der Meinung, dass man sich von der DEL nicht vorführen lassen sollte.“

Der DEL-2-Rivale Löwen Frankfurt hat dagegen bereits Ende Januar öffentlich angekündigt, sich für die Spielzeit 2018/2019 im Oberhaus zu bewerben. Die Unterlagen sind bereits beim Liga-Büro der DEL in Neuss, auch die 100 000 Euro wurden bereitgestellt. „Wir haben schon vor einem Jahr zur gleichen Zeit betont, dass wir in die DEL wollen, und werden dafür alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten wahrnehmen. Daran hat sich auch jetzt nichts geändert“, sagte damals Frankfurts geschäftsführender Gesellschafter Stefan Krämer. Er sprach sich aber klar für einen sportlichen Auf- und Abstieg aus – weil sich die DEL 2 in den vergangenen Jahren zu einer professionellen Liga mit einem hochklassigen sportlichen Wettbewerb zwischen den Klubs entwickelt habe. Die Löwen würden laut der Statuten freilich nur dann zum Zug kommen, wenn sie erstens nach der Saison 2017/2018 vor einem weiteren Bewerber aus der DEL 2 stehen und zweitens ein Klub aus der DEL ausscheidet. Als Wackelkandidat gelten die Krefeld Pinguine, die aber nach jüngsten Medienberichten die Lizenz beantragen werden.

Schoch und die Steelers wollen derweil weiter um die sportliche Verzahnung zwischen den beiden Profiligen kämpfen und gemeinsam mit fünf anderen Mitstreitern bis zum 31. März sechs Bankbürgschaften à 816 000 Euro hinterlegen, um die Bedingungen für eine Wiedereinführung des geregelten Auf- und Abstiegs zu erfüllen.

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