Eishockey Steelers-Mannschaft spielt um freie Tage

Nachwuchsstürmer Fabjon Kuqi ist nach seiner Mandelentzündung wieder fit.
Nachwuchsstürmer Fabjon Kuqi ist nach seiner Mandelentzündung wieder fit. © Foto: Jan Simecek
Bietigheim-Bissingen / Andreas Eberle 02.11.2018

Im letzten Wochenende vor der Deutschland-Cup-Pause geht es für die Eishockey-Profis der Bietigheim Steelers nicht nur um weitere sechs Punkte auf der Habenseite, sondern auch um die Anzahl der freien Tage in der nächsten Woche. Denn Trainer Hugo Boisvert macht es vom Abschneiden in den DEL2-Spielen an diesem Freitag (19.30 Uhr) beim ESV Kaufbeuren und am Sonntag (17 Uhr) zu Hause gegen die Eispiraten Crimmitschau abhängig, wie viel Freizeit er seinen Schützlingen gönnt. „Die freien Tage sollen eine Extra-Motivation sein“, sagt Boisvert.

Nach dem glorreichen 9:1-Erfolg am vergangenen Sonntag beim Aufsteiger Deggendorfer SC, dem ligaweit bisher höchsten Saisonsieg, gehen die Steelers gestärkt ins Verfolgerduell beim ESV Kaufbeuren. Am dritten Spieltag der Hauptrunde haben sie die Allgäuer in der heimischen EgeTrans-Arena bereits mit 4:2 geschlagen. Doch inzwischen steht die Mannschaft von Trainer Andreas Brockmann als Tabellendritter sogar besser da als der aktuell fünftplatzierte Meister aus dem Ellental. Mit sechs Siegen bei den bisher sieben Auftritten vor eigenem Publikum ist der ESV der heimstärkste Klub der DEL2. Die einzige Heimniederlage war das 4:6 gegen die Lausitzer Füchse. „Kaufbeuren spielt immer gut zusammen und schießt viele Überzahltore. Wir brauchen darum viel Disziplin im Spiel und dürfen uns auch nicht viele Strafen erlauben“, weiß Boisvert.

Mit Torhüter Ilya Sharipov sowie den Topstürmern Shawn Weller und Frédérik Cabana fallen wie gehabt drei Leistungsträger verletzt aus. Der Coach rechnet erst in der Woche nach dem Deutschland-Cup (8. bis 11. November) mit einer Rückkehr des Trios ins Mannschaftstraining. Immerhin steht Nachwuchsstürmer Fabjon Kuqi wieder im Bietigheimer Aufgebot. Der 17-jährige Youngster hat seine Mandelentzündung mittlerweile auskuriert.

Mit Verstärkungen vom DEL-Kooperationspartner Nürnberg Ice Tigers kalkuliert Boisvert hingegen nicht, zumal die Franken selbst nach wie vor große Personalprobleme haben. Auch sportlich ist beim Halbfinalisten der Vorsaison noch der Wurm drin: Nach 16 Spieltagen belegt Nürnberg in der DEL-Tabelle nur den drittletzten Platz. Der Rauswurf des ehemaligen Bietigheimer Trainers Kevin Gaudet hatte nicht den von den Ice-Tigers-Strategen erhofften positiven Effekt. Am Mittwochabend haben die Franken aber immerhin das Derby gegen Straubing mit 5:2 gewonnen – auch zur Freude von Boisvert, der das Spiel im Internet-Livestream verfolgt und dem Partner aus dem Fränkischen solidarisch die Daumen gedrückt hat. „Oft spielen wir ja gleichzeitig“, sagt der Steelers-Coach. „Mich hat der Nürnberger Sieg gefreut.“

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