Die Bietigheim Steelers haben am 38. Spieltag der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL2) bei den Lausitzer Füchsen mit 2:3 verloren. Dadurch sind die Steelers wieder hinter den siegreichen ESV Kaufbeuren auf Rang fünf der Tabelle gerutscht.

Schiedsrichterkritik ist selten gerechtfertigt und meist subjektiv. Doch in den letzten Minuten des Spiels in Weißwasser bekamen die Steelers keine Chance mehr, die Partie noch irgendwie kontrolliert zu Ende zu spielen. Dass Alexander Preibisch knapp drei Minuten vor dem Ende beim Stand von 2.2 wegen Bandenchecks vorzeitig unter die Dusche musste, war gerechtfertigt. Es war einfach eine dumme, übermotivierte Aktion. Doch als Benjamin Zientek wenig später mit einem Gegenspieler Schulter an Schulter in Richtung Bande fuhr, der Lausitzer plötzlich fiel und in die Bande krachte, war genau überhaupt nichts geschehen. Die Unparteiischen Dominic Erdle und Alexander Singer schickten jedoch Zientek auf die Strafbank. Als die Füchse schließlich in doppelter Überzahl in Führung gegangen waren, musste auch noch Rene Schoofs beim anschließenden Bully raus. Die Unparteiischen sahen einen Stockschlag, der nicht einmal auf den Videobildern in der Verlangsamung zu sehen war. Und als ob das noch nicht genug wäre, wurde auch noch eine Strafe gegen Torhüter Ilya Sharipov wegen Stockschlags ausgesprochen, die auch nur die Unparteiischen gesehen hatten.

Hätten die Männer in Schwarz und Weiß diese Linie in den 57 Minuten zuvor so durchgezogen, wahrscheinlich wären beide Teams fast nie in voller Mannschaftsstärke auf dem Eis gestanden. Denn die Partie Dritter gegen Vierter war durchaus hart umkämpft, ein wenig zerfahren, Alles in Allem kein typisches Spitzenspiel. In einem relativ ereignislosen ersten Drittel hatte der Ex-Lausitzer Dennis Swinnen die Gäste in Überzahl in Führung gebracht, stand bei einem Zuspiel von Norman Hauner goldrichtig am langen Pfosten.

Nach dem ersten Seitenwechsel kamen die Gastgeber etwas besser auf. Der Ausgleich war jedoch eher ein Zufallsprodukt, eine Einzelleistung. Bei einem Gestochere im Mittelkreis kam Jakub Kania letztlich mit der Scheibe heraus und hatte plötzlich nur noch einen Gegenspieler vor sich. Vom linken Bullykreis zog er ab und traf genau unter die Latte ins lange Eck (23.). Der Lausitzer Führung ging eine erste eher zweifelhafte Strafe gegen Willie Corrin voraus und ein Konter von Alexander Preibisch, der durch ein Haken an der Schulter gestört wurde. Hier ahndeten die Unparteiischen jedoch nichts. Dafür traf Jake Ustorf kurz vor Ablauf der Strafe, nachdem Sharipov einen Schuss von Mychal Monteith prallen lassen hatte. Für das 2:2 durch Preibisch brauchten die Steelers nur drei Stationen aus dem eigenen Drittel bis ins Netz. Matt McKnight und Benjamin Hüfner lieferten die Vorarbeit.

Zweimal hatte Preibisch noch völlig allein vor Maximilian Franzreb die Chance zur Steelers-Führung, scheiterte diesmal jedoch, ohne regelwidrig gestört zu werden. gut drei Minuten vor dem Ende hatte Franzreb aber Glück, als ihm ein Schuss von McKnight an den Pfosten rutschte. Den Rest hatten die Steelers nicht mehr in der Hand

So spielten sie


DEL2, 38. Spieltag
Weißwasser – Bietigheim

3:2

Drittel: 0:1, 2:1, 1:0.
Tore: 0:1 Swinnen (8./Überzahl), 1:1 Kania (23.), 2:1 Ustorf (36./Überzahl), 2:2 Preibisch (29.), Saviano (59./doppelte Überzahl .
Strafminuten: 12 (6 Strafe) – 41 (8 Strafen + Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Alexander Preibisch) .
Schiedsrichter:
Dominic Erdle (Landsberg), Alexander Singer (Gersthofen); Zuschauer: 2811.

Am Sonntag gegen die Löwen Frankfurt


Am Sonntag erwarten die Steelers den gerade abgelösten bisherigen Tabellenführer Frankfurt. Spielbeginn in der EgeTrans-Arena  ist um 17 Uhr.