Eishockey Steelers angeln sich Routinier Andrew McPherson

Andrew McPherson, hier im DEL-Trikot der Fischtown Pinguins, stürmt in der neuen Saison für die Bietigheim Steelers.
Andrew McPherson, hier im DEL-Trikot der Fischtown Pinguins, stürmt in der neuen Saison für die Bietigheim Steelers. © Foto: Imago
Bietigheim-Bissingen / Andreas Eberle 04.07.2017

Vom polnischen Meister KS Cracovia aus Krakau wechselt der 38-jährige Andrew McPherson zu den Bietigheim Steelers. Für den Deutsch-Kanadier ist die Deutsche Eishockey-Liga 2 (DEL 2) keine unbekannte Liga, insgesamt ging er bereits neun Jahre lang auf Punktejagd im deutschen Unterhaus. Auch auf DEL-Erfahrung kann er zurückblicken.

Der im kanadischen Dauphin, Manitoba geborene McPherson wurde im Jahr 1999 in der neunten Runde von den Pittsburgh Penguins aus der NHL gedraftet. Der 1,84 Meter große Linksschütze verbrachte mehrere Jahre in der NCCA, einer Nachwuchsliga für College-Mannschaften in Nordamerika. Nach drei Jahren in der East Coast Hockey League (ECHL) und der United Hockey League (UHL) ging es für „Mac“ über den großen Teich nach Europa. Dort heuerte er zur Saison 2005/2006 in der Oberliga beim EV Landsberg an. In seinem ersten Jahr in Deutschland gelangen in 57 Spielen 81 Punkte und der Aufstieg in die Zweite Liga. Dort wurde McPherson nach 62 Zähler aus 51 Spielen zum besten Center des Jahres gewählt. Zur Saison 2007/2008 ging es dann eine Etage höher nach Straubing. In der DEL wusste er mit 17 Punkten ebenfalls zu überzeugen, dennoch zog es ihn wieder in die Zweite Liga.

Es folgten zwei Jahre beim SC Riessersee in Garmisch-Partenkirchen mit einer überragenden Ausbeute von 107 Zählern aus 101 Spielen. Es folgte ein Wechsel nach Hannover, wo McPherson in der Saison 2011/2012 gemeinsam mit Marcus Sommerfeld für die Indians spielte. Nach diesem Jahr zog es ihn zurück nach Bayern – es ging ins Allgäu nach Kaufbeuren. Dort spielte er mit einem weiteren künftigen Kollegen zusammen: mit Rob Brown. Nach nur einer Saison tauschte McPherson frische Land- gegen raue Seeluft ein – Bremerhaven war zur Spielzeit 2012/2013 sein neuer Arbeitgeber. Insgesamt verbrachte er an der Nordseeküste gute und sehr erfolgreiche viereinhalb Jahre. Unvergessen sind die beiden Finalserien zwischen den Steelers und den Fischtown Pinguins 2014 und 2015, bei denen beide Teams jeweils einmal den Pott in die Höhe strecken konnten. Am Ende brachte es McPherson auf 154 Punkte in 263 Spielen für die Bremerhavener.

In der vergangenen Saison ging der Routinier den Weg mit den Pinguins in die DEL. Nach 31 Spielen verließ er den Klub, um wieder mehr Verantwortung übernehmen zu können. McPherson heuerte bei Cracovia Krakau in Polen an und wurde mit seinem neuen Team gleich polnischer Meister. Seine elf Punkte in den Playoffs waren mitentscheidend für den Erfolg. Nun folgt der Schritt zurück nach Deutschland und in die DEL 2 nach Bietigheim.

Große Vorfreude auf Bietigheim

„Es freut mich riesig, wieder zurück nach Deutschland zu kommen. Dass mich mein Weg nun zu den Steelers führt umso mehr, da Bietigheim eine Topadresse in der DEL 2 ist. Die Arena ist super, die Trainer hervorragend, das Umfeld ist sehr professionell, und die Fans sind unglaublich“, sagt McPherson zu seinem Wechsel. Eigentlich sei er davon ausgegangen, in Polen zu bleiben. „Doch nach den Gesprächen mit den Steelers wollte ich unbedingt Teil dieses großartigen Teams sein“, stellt der Angreifer fest.

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