Nach zwei Siegen zum Auftakt kassierten die Handballerinnen der SG BBM Bietigheim in ihrem dritten EHF-Pokalspiel der Saison ihre erste Niederlage. Das Team von Trainer Martin Albertsen unterlag in Dänemark beim Team Esbjerg mit 27:28.

Einen schönen Empfang bereiteten die gut 1300 Zuschauer Laura van der Heijden, die an alter Wirkungsstätte gefeiert wurde. Das Spiel begann dann mit viel Schwung. Anna Loerper brachte die SG BBM per Siebenmeter in Front. Doch Esbjerg, angeführt von Starspielerin Estavana Polman und Marit Jacobsen, antwortete schnell mit drei Treffern in Folge. Bietigheim hielt dagegen und glich nach 13 Minuten zum 5:5 aus. Der amtierende dänische Pokalsieger war wie erwartet heimstark und führte nach 20 Minuten mit 10:6.

Gegen Ende des ersten Durchgangs lagen die Bietigheimerinnen kurzzeitig sogar mit sechs Toren zurück. Dann wurde allerdings Esbjergs Line Jorgensen bereits in der 24. Minute zum dritten Mal mit zwei Minuten bestraft, sah folglich die rote Karte. Dies nutzten die Gäste clever, um wieder bis auf einen Treffer heranzukommen. Basierend auf den starken Paraden der dänischen Nummer Eins Sandra Toft zog Esbjerg jedoch wieder auf den 15:11-Halbzeitstand davon.

Den ersten Treffer im zweiten Spielabschnitt setzten die Däninnen durch Polman. Esbjerg knüpfte nahtlos an seine kämpferisch starke Leistung aus dem ersten Durchgang an. Nach 40 Minuten stand es folgerichtig 21:16 für die Gastgeberinnen. Bietigheim verkürzte auf 18:21 – der dänische Tabellendritte schlug eiskalt zurück und führte wenig später mit 25:18. Der deutsche Vizemeister versuchte weiter alles, um wieder ins Spiel zu finden. Durch einen starken Endspurt und einige Glanzparaden von Dinah Eckerle flackerte in der 55. Minute bei der SG BBM tatsächlich noch einmal Hoffnung auf, als es nur noch 26:23 für die Gastgeberinnen stand. Das Remis 50 Sekunden vor dem Ende vor Augen, bekam Antje Lauenroth für eine Abwehraktion gegen Polman, bei drohendem Zeitspiel für Esbjerg, eine zwei Minuten Strafe. Damit blieb es beim hauchdünnen 28:27 für die Däninnen. Der starke Endspurt kam zu spät..

SG-Trainer Albertsen ärgerte sich entsprechend: „Das war zum Schluss hin eine ganz enge Kiste. Zudem hatten wir heute manchmal Pech im Abschluss, wobei Esbjergs-Torhüterin Sandra Toft fantastisch gehalten hat. Aufgrund der Leistung in der zweiten Hälfte wäre ein Punkt für uns möglich gewesen.“