Basketball Seriensieger aus Berlin hängen den Verfolger ab

Riesen-Spielmacher Kerron Johnson (Mitte) setzt sich gegen die Alba-Profis Luke Sikma (links) und Peyton Siva durch.
Riesen-Spielmacher Kerron Johnson (Mitte) setzt sich gegen die Alba-Profis Luke Sikma (links) und Peyton Siva durch. © Foto: Uwe Koch/ Eibner-Pressefoto
Berlin / bz 16.04.2018

Kein Glück an der Spree: Die MHP Riesen Ludwigsburg unterlagen am Samstagabend im Spitzenspiel der Basketball-Bundesliga bei Alba Berlin mit 86:96. Vor mehr als 11 000 Zuschauern hielten die Barockstädter gut mit, in den entscheidenden Momenten präsentierte sich die „Albatrosse“ jedoch brandgefährlich.

Für die zweitplatzierten Berliner war der Heimsieg der 15. Ligasieg in Folge. Den Unterschied am 29. Spieltag der BBL machten die Vorteile des Heimteams bei den Rebounds (34:28) und bei der Trefferquote aus dem Feld aus (Berlin mit 52,5 Prozent). Topscorer des Abends war ein Ludwigsburger: Elgin Cook schenkte Alba 20 Zähler ein. Neuzugang Jeremy Senglin kam auf 15 Zähler. Bei Berlin traf Spencer Butterfield (16 Punkte) am häufigsten.

Nach der Niederlage ist Rang zwei für die Riesen wohl außer Reichweite. Der Tabellendritte aus der Barockstadt hat aktuell 44:14 Punkte auf dem Konto. Nicht zum Zwölfer-Kader des Spieltags gehörten aufgrund des ausgeschöpften Ausländerkontingents die drei US-Amerikaner Adika Peter-McNeilly, Rocky Trice und Jacob Wiley.

Ludwigsburg startet furios

Der Start in das Topspiel verlief vielversprechend. 21:13 führten die Gäste, ehe die Berliner ins Laufen kamen und das Spiel zum Ende des ersten Viertels ausgeglichen gestalten konnten. Im zweiten Durchgang eroberten die MHP Riesen zunächst wieder die Führung. Probleme beim Rebound bestraften die Berliner aber durch Dreier, so dass die Partie in Richtung des Heimteams kippte. Mit der eigenen Defenseleistung dürften die Barockstädter ebenso gehadert haben, angesichts der 53 Punkte für den Gegner nach 20 Spielminuten (45:53).

Diesem Rückstand eilten die Schützlinge von Trainer John Patrick in der zweiten Halbzeit hinterher. Zwischenzeitlich lagen sie sogar 13 Punkten hinten, ehe sie angetrieben von Senglin, einen Lauf starteten und auf drei Zähler Differenz verkürzten (61:64). Senglin sorgte wenig später sogar für den Führungswechsel zum 65:64. Allerdings hatte die Gästeführung nicht lange Bestand. Berlin erkämpfte sich am Viertelende wieder einen leichten Vorteil.

Bei Ludwigsburg sank in der entscheidenden Phase die Trefferquote merklich. So konnte das Match nicht ein weiteres Mal umgebogen werden, zumal sich Alba in einer guten Verfassung präsentierte. So wuchs der Rückstand an und das Spiel war außer Reichweite für die Barockstädter: Endstand 86:96.

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