Nach dem erfolgreichen Einzug ins Olymp Final-Four des deutschen Handball-Pokals, durch den hart erkämpften 24:22-Sieg am Mittwoch gegen den stark aufspielenden Buxtehuder SV, sind die Frauen der SG BBM Bietigheim am Sonntag, 17.30 Uhr, beim rumänischen Team Sports Club Magura Cisnadie international gefordert.

Den Auftakt in den Europapokal-Wettbewerb haben die Bietigheimerinnen gegen Norwegens Storhamar Handball Elite in der heimischen Viadukthalle vor einer Woche mit 28:25 gewonnen. Jetzt gilt es, gegen die Rumäninnen nachzulegen, um weiter auf Viertelfinal-Kurs zu bleiben. SG-Trainer Martin Albertsen ist sich sicher: „Cisnadie hatte in der Begegnung gegen das Team Esbjerg personelle Probleme und nicht gut gespielt. Gegen uns werden sie zu Hause nicht so auftreten. Deswegen wird auf uns eine Menge Arbeit zukommen, die es erfolgreich zu bewältigen gilt.“

Cisnadie konnte in Runde zwei zunächst Slavia Prag ausschalten und setzte vor allem mit den Siegen über den russischen Club Zvezda Zvenigorod ein dickes Ausrufezeichen. In diesen beiden Partien brillierte die Montenegrinerin Jasna Boljevic im rechten Rückraum mit 20 Toren. Auch gegen Prag kam durch Routinier Ada Moldovan die Torgefahr vorwiegend von halbrechts.

Top-Spielerinnen abgeworben

Ende letzten Jahres musste der derzeitige Tabellendritte aus Rumänien seine Brasilianerinnen Deonise Fachinello und Mariana Costa abgeben. Beide wurden vom rumänischen Top-Club SCM Craiova abgeworben. Die erste Begegnung in der Gruppenphase des Europapokals verlor Magura im dänischen Esbjerg deutlich mit 18:41. Somit geht es für die Rumäninnen schon gegen die SG BBM um sehr viel. Eine weitere Niederlage würde Cisnadies Chancen auf ein Weiterkommen deutlich minimieren. Für viel Spannung ist somit gesorgt.

Nach wie vor verzichten muss die SG BBM auf die verletzte Kapitänin Kim Naidzinavicius und Rechtsaußen Daniela Gustin. Statt Naidzinavicius sorgte zuletzt aber Kapitänin Karolina Kudlacz-Gloc für viel Torgefahr aus dem Rückraum.