Rudern Roller und Co. rudern zu Silber

Der deutsche Männer-Doppelvierer Leichtgewicht mit Max Röger, Joachim Agne, dem Markgröninger Florian Roller und Schlagmann Moritz Moos (von links) erreichte beim Weltcup II in Linz den zweiten Platz. Gold sicherte sich die Mannschaft aus Italien.
Der deutsche Männer-Doppelvierer Leichtgewicht mit Max Röger, Joachim Agne, dem Markgröninger Florian Roller und Schlagmann Moritz Moos (von links) erreichte beim Weltcup II in Linz den zweiten Platz. Gold sicherte sich die Mannschaft aus Italien. © Foto: Deutscher Ruderverband/Seyb
Markgröningen / bz 27.06.2018

Beim Weltcup II in Linz-Ottensheim (Österreich) hat der Markgröninger Ruderer Florian Roller Silber im deutschen Männer-Doppelvierer Leichtgewicht (LM 4) gewonnen. Mit im Boot saßen Schlagmann Moritz Moos (Mainz), Joachim Agne (Würzburg) und Max Röger (Havel-Brandenburg). Das deutsche Team erreichte nach 2000 Meter mit einer Zeit von 5:58,36 Minuten das Ziel. Gold ging an Italien mit 5:52,58 Minuten, Bronze an Norwegen (6:01,00 Minuten).

Kurze Vorbereitungszeit

Der deutsche Doppelvierer war erst vor drei Wochen auf der internationalen Regatta in Ratzeburg vom Deutschen Ruderverband (DRV) nominiert worden. So blieben dem Team um Bundestrainer Robert Sens nur zwei Wochen, um sich auf diesen Wettkampf vorzubereiten.

Kurz nach dem Start setzte sich der deutsche Doppelvierer zunächst mit einer Bootslänge vom übrigen Feld ab. Nach dem ersten Streckenviertel, bei der 500-Meter-Marke, konterten die Italiener und fingen das deutsche Boot ab. In der Folge baute Italien den Vorsprung auf zwei Bootslängen aus. Die übrigen Teams aus Norwegen, Österreich, Australien und Ungarn waren zur Streckenhälfte bereits deutlich abgeschlagen. Norwegen, Österreich und Australien lieferten sich auf der zweiten Streckenhälfte einen Bord-an Bord-Kampf um Bronze. Diese drei Boote kamen nach 2000 Metern Rudern mit einem Abstand von wenigen Hundertstel ins Ziel. Letztlich hatte Norwegen den Bugball vorne und sicherte sich Platz drei – knapp vor Österreich.

Bereits im Bahnverteilungsrennen am Vortag hatte Italien seine Favoritenrolle mit einem klaren Sieg unterstrichen. Dort hatte der deutsche Doppelvierer Leichtgewicht mit Roller noch Rang drei hinter Norwegen belegt. Der nächste Start des deutschen Doppelvierers Leichtgewicht ist beim Weltcup III in Luzern in zweieinhalb Wochen geplant. Dieser ist der letzte Test vor der Weltmeisterschaft Anfang September in Plovdiv (Bulgarien).

Nicht olympische Bootsklasse

Beim Rudern gehört der Männer Doppelvierer Leichtgewicht zu den nicht olympischen Bootsklassen. Leichtgewicht bedeutet, dass das Durchschnittsgewicht der Ruderer 70 Kilogramm nicht übersteigen darf. Das maximale Einzelgewicht eines Ruderers darf 72,5 Kilogramm betragen. bz

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