Rudern Roller rudert in Luzern zu Gold

Der deutsche Leichtgewichts-Doppelvierer triumphierte beim Weltcup III in Luzern, vorne von links: Max Röger, Joachim Agne, Florian Roller und Moritz Moos. Die dänische (hinten links) und die niederländische Mannschaft landeten auf den Plätzen zwei und drei.
Der deutsche Leichtgewichts-Doppelvierer triumphierte beim Weltcup III in Luzern, vorne von links: Max Röger, Joachim Agne, Florian Roller und Moritz Moos. Die dänische (hinten links) und die niederländische Mannschaft landeten auf den Plätzen zwei und drei. © Foto: Peter Roller
Markgröningen / Peter Roller 18.07.2018

Zum Abschluss der Weltcup-Saison ist der zweifache Weltmeister Florian Roller im Leichtgewichts-Doppelvierer des Deutschen Ruderverbands (DRV) beim Worldcup III auf dem Rotsee in Luzern (Schweiz) zur Goldmedaille gesprintet. Silber ging an die Ruderer aus Dänemark, Bronze an die Mannschaft aus den Niederlanden.

Der deutsche Leichtgewichts-Doppelvierer verbesserte sich mit einer Zeit von 5:55,3 Minuten gegenüber dem Weltcup II in Linz (Österreich) vor drei Wochen, um drei Sekunden. Die zweitplatzierten Dänen kamen nach 5:55,92 Minuten ins Ziel, die Niederländer benötigten 5:58,38 Minuten. Im deutschen Boot saßen außer Florian Roller, noch Schlagmann Moritz Moos (Mainz), Joachim Agne (Würzburg) und Bugmann Max Röger (Berlin). Trainiert wird das Team vom Bundestrainer Robert Sens (Mainz).

Deutsches Team fängt Dänen ab

Insgesamt acht Nationen hatten beim Weltverband FISA für das Rennen im Leichtgewichts-Doppelvierer gemeldet. Wie im Vorlauf eroberte das deutsche Team auch im Endlauf mit einem guten Start die Führung. Nach der Hälfte des Rennens musste es diese aber an das Boot aus Dänemark abgeben. Über die folgenden 1000 Meter entwickelte sich ein harter Bord-an-Bord-Kampf. Die Deutschen ließen den Dänen nur wenige Zehntelsekunden Vorsprung. Mit einem furiosen Endspurt sicherten sich Roller und seine Mitstreiter dann vor vollen Zuschauerrängen am Rotsee die Goldmedaille. Trotz des Triumphs und des spannenden Rennens beurteilte Schlagmann Moritz Moos das Rennen als nicht so harmonisch und sauber, wie es sich das Team erhofft hatte. Außerdem waren die favorisierten Italiener nicht am Start. Sie hatten beim Worldcup II in Linz noch mit deutlichem Vorsprung Gold vor den Deutschen geholt.

Für den deutschen Leichtgewichts-Doppelvierer und die Trainer bleibt also bis zur Weltmeisterschaft in Plovdiv (Bulgarien) Anfang September noch ein gutes Stück Arbeit. Nächste Woche beginnt das Training zur unmittelbaren WM-Vorbereitung in Potsdam. Dort soll mit den Bundestrainern der letzte Schliff für das Boot herausgearbeitet werden.

Insgesamt konnten die Ruderer des DRV beim Worldcup III in Luzern in acht Bootsklassen Medaillen erringen. Dabei entfallen vier auf Boote in den nicht olympischen Disziplinen. Damit haben die deutschen Ruderer die Nationenwertung für alle drei Weltcups gewonnen. Entsprechend zufrieden zeigte sich der leitende Bundestrainer Ralf Holtmeyer mit der Ausbeute seiner Teams.

Griechenland hält die Weltbestzeit

Im Rudern gehört der Leichtgewichts-Doppelvierer zu den nicht olympischen Bootsklassen. Bei den Leichtgewichten darf das höchste Einzelgewicht eines Ruderers 72,5 Kilogramm und das Mannschaftsdurchschnittsgewicht 70 Kilogramm betragen. Die Streckenlänge beträgt 2000 Meter. Die Weltbestzeit in dieser Disziplin wurde 2014 von Griechenland bei der Weltmeisterschaft mit 5:42,75 Minuten errudert. pr

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