Rudern Roller rudert im deutschen Leichtgewichts-Doppelvierer mit

Der deutscher Leichtgewichts-Doppelvierer für die WM in Plovdiv (von links): Moritz Moos (Mainz), Florian Roller (Stuttgart/Markgröningen), Max Röger (Berlin) und Joachim Agne (Würzburg).
Der deutscher Leichtgewichts-Doppelvierer für die WM in Plovdiv (von links): Moritz Moos (Mainz), Florian Roller (Stuttgart/Markgröningen), Max Röger (Berlin) und Joachim Agne (Würzburg). © Foto: Peter Roller
Markgröningen / pr 06.09.2018

Der Welt-Ruderverband FISA hat das offizielle Meldeergebnis zur Ruder-Weltmeisterschaft in Plovdiv (Bulgarien) bekannt gegeben. 62 Nationen treten vom 9. bis 16. September an, um die Medaillen in 20 WM-Rennen zu gewinnen. Aus der Region Stuttgart ist der Markgröninger Ruderer Florian Roller (Stuttgarter Rudergesellschaft) im Leichtgewichts-Doppelvierer (LM 4x) dabei.

Nach Bronze bei der U-23-WM 2013 wurde Roller bereits 2016 in dieser Bootsgattung und 2015 mit dem deutschen Leichtgewichts-Achter Weltmeister. 2017 hatte er eine Wettkampfpause zu Gunsten seines Studiums an der Hochschule Esslingen eingelegt. Im Frühjahr 2018 konnte sich Roller, bei der internationalen Regatta in Ratzeburg, wieder für den deutschen Kader qualifizieren können. Mit Roller im Boot sitzen Moritz Moos (Schlagmann, Mainz), Max Röger (Berlin) und Joachim Agne (Bug, Würzburg).

Bei der Weltmeisterschaft in Plovdiv treten im Leichtgewichts-Doppelvierer elf Nationen an. Als Favorit geht das Team Italien um Schlagmann Matteo Mulas an den Start. Diese Crew hatte sich schon beim Weltcup II in Linz mit einer klaren Führung den Sieg vor den Deutschen erkämpft. Bei der EM in Glasgow vor wenigen Wochen konnte Italien seine Führungsrolle mit Gold bestätigen. Zweiter wurde in Glasgow das ebenfalls zur WM gemeldete Boot aus Tschechien. Als Mitfavorit gilt der U-23-Leichtgewichts-Doppelvierer aus Dänemark. Das junge Team um Jens Graudal hatte sich beim Worldcup III in Luzern mit dem deutschen Leichtgewichts-Doppelvierer über 2000 Meter einen harten Bord-an-Bord-Kampf geliefert, den das deutsche Team erst im Endspurt für sich entscheiden konnten. Der große Unbekannte ist das Team aus Irland. Diese Ruderer haben 2018 hervorragende Ergebnisse in anderen Bootsgattungen eingefahren, sind aber international im Leichtgewichts-Doppelvierer bisher nicht angetreten. Deutschland hatte bei der EM in Glasgow auf einen Start im LM 4x verzichtet. Das Boot um Trainer Robert Sens (Mainz) wollte die Zeit nutzen, um sich in Trainingslagern in Potsdam und München optimal auf den WM-Kampf vorzubereiten.

Das Rennen im Leichtgewichts-Doppelvierer dürfte sich in Plovdiv zu einem spannenden Wettbewerb zwischen Italien, Dänemark, Irland und Deutschland entwickeln. Bei elf Booten am Start müssen sich die Teams über Vorläufe und Hoffnungslauf für eines der Finals A oder B qualifizieren. Roller sitzt auf Platz drei und gehört damit in der Sprache der Ruderer zum Motor des Bootes. Der Schlagmann (Platz vier) trägt die Verantwortung für den Rhythmus, der Bugmann (Platz eins) für den Rennverlauf. Die beiden Ruderer im Mittelschiff bringen die Power ins Boot.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel